Aurora del Mori

Neun Tanzakteur*innen mit den besten Aussichten

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Die italienische Fraktion im Stuttgarter Ballett ist zahlenmäßig und auch choreografisch stark. Aurora de Mori gab gleich in ihrer ersten Spielzeit – 2015 war sie als Elevin von der Cranko-Schule gekommen – bei einem Noverre-Abend ihr Debüt als Choreografin. Und wer jüngst in einer Privatgalerie das nunmehr elfte Stück der Gruppentänzerin gesehen hat, freut sich auf weitere Begegnungen mit ihrem überraschend frischen Blick aufs Ballett.

«Unrevealed in lunar maria» heißt ihr Duett für zwei Kolleginnen, inspiriert hat sie die in der Ausstellung präsenten Arbeiten von vier Kunststudenten. Die Mondmeere, auf die der Titel anspielt, nimmt Aurora de Mori als Sinnbild für die unlösbaren Rätsel, die Menschen schon immer faszinieren. In der Begegnung zweier Frauen gelingt es ihr, den kleinen Galerieraum mit ausgreifenden Gesten zu öffnen und den Tanz als Grenzen überwindende, nahbare Kunst zu zeigen. Die Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst hat die Choreografin von ihrem ersten Duett an gesucht, von der zahlenmäßigen Dominanz männlicher Kollegen ließ sie sich nie nervös machen. «Wir sollten alle Chancen nutzen und uns nicht selbst unter Druck setzen, dass etwas erfolgreich sein muss», ...

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Tanz Jahrbuch 2023
Rubrik: Wegweisend, Seite 148
von Andrea Kachelrieß

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