Ukraine
Eine treibende Kraft innerhalb der Community ist und bleibt der Wohltätigkeitsgedanke. Viele freie Künstler*innen beteiligen sich aktiv und freiwillig an Veranstaltungen zur Unterstützung des Militärs und der Zivilbevölkerung. Andere Performances lassen Teile ihrer Einnahmen oder auch mal den gesamten Erlös den Streitkräften zukommen. Unter den Kunstschaffenden hat der Krieg das Einigkeitsgefühl und den Willen zur Kooperation gestärkt und dazu geführt, dass bisher separate Mikro-Communities zusammengerückt sind.
Die Zusammenarbeit zwischen unabhängigen Tänzer*innen aus verschiedenen Städten – etwa jüngst die Partnerschaft zwischen dem «KharkivMusicFest» und Sasha Waltz & Guests – stehen exemplarisch für die Kraft, die aus gemeinsam unternommenen Anstrengungen erwachsen kann. So konnte Waltz’ Choreografie «In C» live gezeigt werden: Tänzerinnen und Tänzer aus Kiew und Charkiw probten via Zoom mit dem Waltz-Tänzer Orlando Rodriguez und präsentierten das Stück schließlich vor 200 Zuschauer*innen.
Inhaltlich beschäftigt sich der ukrainische Tanz mit der ukrainischen Geschichte und dem während der Sowjetära unterdrückten nationalen Erbe. So hat die Choreografin Tetiana Znamerovska in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2023
Rubrik: Parkett international, Seite 162
von Polina Bulat
Einmal mehr hat sich das Nederlands Dans Theater mit seinen Online-Aktivitäten aufs Siegertreppchen gepunktet: Aus Den Haag kommen immer wieder zeitgenössische Topchoreografien – in allerbester Streaming-Qualität. Mit bis zu sechs Kameras eingefangen, wird feinste Tanzkunst fürs internationale Publikum ausgestrahlt. So sieht klimaschonende Teilhabe im globalen...
Carsten Brosda, Sie sind seit 2011 in Hamburg. Was war Ihr erster Kontakt mit dem Hamburg Ballett?
Zunächst war ich ja für Medien zuständig, und damals war das Ballett auf einer Senatsveranstaltung Teil des Abendprogramms. Richtig intensiv wurde meine Beschäftigung mit dem Hamburg Ballett ab 2016, als ich als Staatsrat in die Kulturbehörde gewechselt bin und dann...
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich als junger Student an einem kalten und grauen Tag – zumindest meiner damaligen Sicht nach – in Hamburg ankam. Ich habe mich gefragt, wie lange ich wohl an einem Ort würde bleiben können, an dem ich mich so weit von meinen eigenen Wurzeln entfernt fühlte … Jetzt, 15 Jahre später, ist Hamburg meine Heimat geworden. Ich...
