Schweden
Das Tanzgeschehen in Schweden war in der zurückliegenden Spielzeit stärker von Diskussionen um unzureichende Finanzierung und mangelnde Strukturen bestimmt als von genuin künstlerischen Themen und Ereignissen.
Es scheint ein gewisser Stillstand im Land zu herrschen, und die mithin nicht ganz neue Frage drängt sich auf: Was muss geschehen, damit sich Schwedens Tanzkunst endlich weiterentwickelt?
Auf die stagnierende Lage deuten auch die Seminare hin, die im Rahmen der «Scenkonstbiennalen 2023» – dem alle zwei Jahre stattfindenden Festival für Tanz, Theater, Musical, Oper, Zirkus und Performance – anberaumt worden waren: «Ist der Tanz auf dem richtigen Weg?», «Die Zukunft des Tanzes in Schweden» und «Wie kann ein Schulterschluss gelingen, um eine nachhaltige Infrastruktur für den Tanz und die Zirkuskünste in Schweden zu schaffen?» Vier der 14 für das Festival ausgewählten Arbeiten waren Tanzproduktionen: Alma Söderbergs «Noche» für Cullberg, Martin Forsbergs «Våroffer» («Das Frühlingsopfer») mit der nordschwedischen Kompanie Norrdans, Tove Sahlins «Närheten» («Nähe») für ihre Kompanie Shake it Collaborations und schließlich Alexander Ekmans «Hammer» für GöteborgsOperans Danskompani. ...
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Tanz Jahrbuch 2023
Rubrik: Parkett international, Seite 160
von Lis Hellström Sveningson
Kent Nagano, haben Sie vor Ihrer Begegnung mit John Neumeier eigentlich Ballettaufführungen dirigiert?
Ja, meistens dort, wo ich auch Musikdirektor an einem Theater war, also in Lyon und München. Ich schätze Ballett und Tanz sehr und ich finde es persönlich wichtig, als Chefdirigent in Häusern, die eine starke Opern-, Philharmonie- und Balletttradition haben, auch...
Er konnte sich bisher nicht zu Wort melden. Dabei hatte er sich sein würdevoll gealtertes Leben lang nichts zu Schulden kommen lassen. Der Dackel Gustav, der die Erlaubnis hat, seinem Herren Marco Goecke in jeden Ballettsaal zu folgen. Längst tut er das gehbehindert in einer Tragetasche, auch um die Entsorgung seiner natürlichen Bedürfnisse kann er sich nicht mehr...
An den Ballettschulen und Theaterhäusern herrscht business as usual, Premieren neuer Ballette eingeschlossen, die nicht auf Tournee gehen können. Europäische Choreografen und Choreografinnen arbeiten nur vereinzelt im Land. Für volle Häuser und wohlwollende Kritiken sorgte Ende März die Premiere der Rekonstruktion von Marius Petipas «Tochter des Pharao»,...
