Assaf, Behr, Barros, Siegal «exklusiv4»

Osnabrück

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Roy Assaf mag es bizarr, skurril, ironisch. Als der Abend beginnt, schickt er Yi Yu auf die Bühne, in Goldlatex, in knallbunten Socken, und lässt ihn reden: Tanz? Völlig nutzlos! Braucht kein Mensch! Das bringt die ersten Lacher, unsicher noch, aber schon laut. Sekundenkurz rumpeln ein paar Taktfetzen aus «Wir machen durch bis morgen früh» dazwischen, von der Munich Beerfest Band, wie aus Versehen. Die Lacher festigen sich. Ohad Fabrizio Caspi kommt rein, auch er in Goldlatex, in knallbunten Socken.

Und dann beginnt sie, die Nachhilfestunde, herrlich witzig, göttlich schräg: «This is dance!» Sekundenkurze Pose. «THIS is dance!» Sekundenkurze Pose. «Is this dance?» «Is THIS dance?» Pose, Pose, Pose. Mal Ballett, mal Disco, mal Stripclub, teils zur deutschen Nationalhymne. Augenzwinkernd ist das, überspitzt, verschroben. So, heißt es irgendwann, jetzt ist gleich Schluss, aber vorher kann das Publikum doch eben kurz aufstehen. Einen Atemzug später ist dann tatsächlich Schluss. Und weil das Publikum ja schon steht, gibt es Standing Ovations. Praktisch.

Dass der israelische Choreograf Assaf die Verstörung liebt, zeigt sich schon im Programmheft. Erst beschreibt er, warum auch immer, ...

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Tanz Februar 2022
Rubrik: Kalender, Seite 31
von Harff-Peter Schönherr

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