arnheim: Introdans: «Oorlog»
Sie sind die drittgrößte Kompanie in den Niederlanden und wahrscheinlich die stabilste angesichts der rasch aufeinander folgenden Budgetkürzungen, die holländische Tanzkompanien in den letzten acht Jahren hinnehmen mussten. Introdans aus Arnheim hat all diese Einschnitte – offenkundig nahezu unbeschadet – überlebt. Woher diese Widerstandsfähigkeit? Zum Großteil dürfte sie wohl dem PR-Geschick der Kompaniechefs Ton Wiggers und Roel Voorintholt zu verdanken sein.
Durch Bündnisse mit renommierten Institutionen wie etwa dem Fachbereich Mode der Kunsthochschule ArteZ konnte die Kompanie ihren Stand festigen, weitere Firmensponsoren gewinnen und den Eigenanteil ihrer Finanzierung rekordverdächtig steigern.
Fraglos trägt auch das sympathische Image von Introdans maßgeblich zum Erfolg bei. So gestattet Hans van Manen dem Introdans Ensemble voor de Jeugd, bestimmte Stücke aus seinem Repertoire zu tanzen, insbesondere solche kind- und jugendgerechten Zuschnitts. Zum guten Ruf des Ensembles trägt auch sein unprätentiöses Erscheinungsbild bei, zugleich hat es vorbildliche Imagekampagnen wie jene des Fotografen Erwin Olaf lanciert.
Das Eröffnungsprogramm der Spielzeit «Oorlog & Vrede» folgt dem ...
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Tanz November 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 44
von Sander Hiskemuller
Nach 15 Jahren als Künstlerischer Leiter der Tanzkompanie an den Landesbühnen Sachsen hat Reiner Feistel Radebeul Richtung Chemnitz verlassen – unter Trauerbekundungen des Publikums. Trotzdem empfing es Feistels Nachfolger Carlos Matos zu Spielzeitbeginn mit spürbarer Neugier und Sympathie. Was ja immerhin etwas Tröstliches hat.
Feistel selbst hatte dafür geworben,...
So sensibel. So unglaublich behutsam – man fürchtet fast, das feinstoffliche Gewebe, das sich dort auf der Bühne entspinnt, kann die grob-poltrige Realität einer Zuschauerschar kaum aushalten. «Vortex Temporum», ein «Zeitenstrudel», in den Tänzer und Musiker mit überwachen Sinnen, hoch empfindsamen Körpern gesogen werden, hin zu einem Verschwinden, zum Verlöschen...
Im zurückliegenden August feierten Astronomen rund um den Globus eine Sensation: Am nördlichen Firmament wurde im Sternbild Delphin ein neuer Stern entdeckt. Exakt zur selben Zeit pries ein britischer Kritiker, der über das Londoner Gastspiel des Bolshoi-Ensembles berichtete, «einen leuchtenden neuen Star am Bolshoi-Himmel», eine in «strahlendem Glanz aufsteigende...
