freier tanz

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bedeutete zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, dass Tänzer und Choreografen versucht haben, außerhalb eines Opernhauses ihr Auskommen zu verdienen. In der Regel gelang das nur, indem sie ihren brüchigen, auf Tournee verdienten Ruhm in eigene Schulen investierten, wie das Mary Wigman und Gret Palucca taten, und wie es heute Anne Teresa De Keersmaeker in Belgien tut. Auch für sie ist bei allem Erfolg (Seite 8) die Schule ein Basiscamp, und genauso betrachten das auch Politiker: Erst aus Bildung könne Kunst entstehen. Auch wenn nicht immer klar ist, ob die Kunst der Bildung dient.

Wer diese Gleichung infrage stellt, hat schon verloren. Es ist immer wieder dieser traditionelle Verweis auf Bildung, der schon vor hundert Jahren den freien Tanz beförderte. Die damalige Lebensreformbewegung war in erster Linie eine Bildungsreform, die zum Zweck einer freien Erziehung alte Hierarchien, Denkweisen und, mit dem Tanz, auch das Körperbild grundlegend auf den Kopf stellte. Davon geblieben ist ein Tanzerbe, aus dem aktuell das Vermächtnis der Pädagogin, auch Künstlerin Mary Wigman hervorsticht, vor allem ihr «Sacre» – in aktueller Jahrhundertfeierstimmung (Seite 56).

Dabei war diese Bildungsreform ...

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Tanz November 2013
Rubrik: editorial, Seite 1
von

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