Alan Lucien Øyen
Zum jetzigen Zeitpunkt, angesichts all der Veränderungen, die rund um den Globus im Gange sind, ist es ein schwieriges Unterfangen, sich ausschließlich Gedanken um die strukturellen Veränderungen unserer Künste zu machen. Theater und Tanz sind ja im besten Falle nur ein Spiegel unserer im Wandel begriffenen Welt.
In den letzten Monaten habe ich mit Staunen beobachtet, wie unsere Kollegen und Kolleginnen weitergemacht haben – kreativ, inspiriert und dabei andere inspirierend. Mir ist das nicht gelungen.
Mehr als alles andere hat die Pandemie mich mit bestimmten Fragen konfrontiert: Was mache ich mit meinem Leben? Wann habe ich meine Träume aufgegeben? Wann habe ich angefangen, alles für selbstverständlich zu nehmen?
Nun erhoffe ich mir Veränderungen – und bin beflügelt und voller Zuversicht für uns alle, wenn ich sehe, wie eine globale Community zusammenfindet und den Wandel fordert, der überfällig ist.
Ich denke, es ist an der Zeit, das Telefon aus der Hand zu legen. Es ist Zeit für gegenseitige Berührungen. Für gegenseitiges Umarmen. Zeit, einander in die Augen zu blicken. Mehr als je zuvor. Selbst wenn es uns physisch unmöglich sein sollte: Lasst uns nach Wegen suchen, einander ...
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Tanz Jahrbuch 2020
Rubrik: Jahrbuch 2020, Seite 28
von Alan Lucien Øyen
Überall sind Klagen zu vernehmen, dass in der Öffentlichkeit nicht genug über Kultur geredet wird. Dass der oberste Kassenwart nicht ein paar Milliarden auf den Tisch haut und behauptet: Ein Euro (Kultursubvention) bringt vier zurück. In dieser Simplizität stand es in der «FAZ», die ich immer noch für ein seriöses Blatt halte. Im Ernst: Haben Sie schon jemanden...
New York, einer der Corona-Hotspots in den USA, ist seit Langem die nationale Metropole des Tanzes. Da die Kritikerin infolge der Pandemie die Stadt auch nicht verlassen konnte, hier ein chronologischer Überblick über das Geschehen zwischen Oktober 2019 und März 2020, als die Welt zusammenbrach.
«Bzzzz» von Caleb Teicher mit dem Beatbox-Genie Chris Celiz,...
Liebe Freunde, unvermittelt finden wir uns mit einem Phänomen konfrontiert, das in seiner Größenordnung für die Menschheit etwas noch nie Dagewesenes darstellt. Sein Name – «Corona» – leitet sich vom Lichtkranz der totalen Sonnenfinsternis ab, einem Naturschauspiel, das für uns mit intensiven Empfindungen verbunden ist: Alles wird von Dunkelheit verschlungen, und...
