Zaghafte Schritte ins Licht der Postmoderne
«Ist es nicht seltsam: So nahe uns Polen geografisch ist, so wenig wissen wir im Grund vom polnischen Musiktheater.» Was der Dresdner Musikpublizist Gottfried Schmiedel 1958 anlässlich des hundertsten Entstehungstages der Moniuszko-Oper «Halka» freiherzig zugab, hat trotz des Zusammenschnurrens allen Weltwissens auf Smartphone-Größe noch immer Gültigkeit.
Polnische Musikliebhaber pilgern lustvoll gen Westen, während in Breslau Klaus-Florian Vogts lyrische Heroismen per CD durch einen kleinen Musikladen tönen, den Besuchern eines Krakauer Buchlädchens Christian Thielemann vom taufrisch importierten Cover entgegenlächelt und man in Warschau demnächst einen rauschenden Opernball nach Dresdner Vorbild plant. In der Gegenrichtung verliert sich das Interesse schnell. Obwohl man aus der sächsischen Landeshauptstadt kommend mit dem Auto schneller vor der wunderschön renovierten Breslauer Oper steht als in der Berliner Innenstadt.
Auf internationalen Opern-Jetset ist Polen ohnehin kaum eingestellt. Wer die Reise wagt, sollte deswegen entspannt, mit offenen Ohren, aber realistischen Ansprüchen an die Sache gehen. Von infrastrukturellen Verbesserungen, die allerorten für die nahende Fußball-EM ...
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Bei Premierendaten Angabe der Namen in folgender Reihenfolge:
Musikalische Leitung, Inszenierung,
Bühnenbild u. Kostüme - Solisten
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
Mat. = Matinee
N. = Nachmittagsvorstellung
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44, 0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
Bühne
• Die Fledermaus: 1., 9., 16.
• Un ballo in maschera: 3., 14., 23.
• 3. Familienkonzert...
Am allerfremdesten bei Bellinis für uns heute so fremder Musik ist ihr Umgang mit der Zeit. Die Zeit spielt klingend nämlich überhaupt keine Rolle. Zumindest die dramatische Zeit, also diejenige, die den Ablauf der Handlung bestimmt. Wenn sich die Ereignisse auf der Bühne zuspitzen, spitzt die Musik überhaupt nichts mit. Sie ergeht sich in elegischem Stillstand....
Einen Zyklus mit Meisterwerken des 20. Jahrhunderts zu starten, ist keine neue Idee. Aber darum wird ja nicht schlechter, was das Badische Staatstheater unter seinem neuen Intendanten Peter Spuhler in Szene setzt. Noch verdienstvoller indes: Den Anfang markiert in Karlsruhe «Romeo und Julia auf dem Dorfe» von Frederick Delius.
Die Väter bekriegen sich. Die Kinder...
