Wo die Liebe endet
Die Causa ist überliefert. Eine junge Frau aus bürgerlichem Hause. Nach dem Tod des Vaters gerät sie in die Fänge ihrer sadistisch veranlagten Schwägerin. Durch diese dauerhaft gedemütigt und von unsichtbaren Dämonen getrieben, legt sie in ihrer Heimatstadt Tangermünde ein Feuer – mit unübersehbaren Folgen. In seiner Novelle «Grete Minde» greift Theodor Fontane die triste Geschichte auf, schmückt und verdichtet sie zu einem Drama zwischenmenschlicher Unzulänglichkeiten, in dem Liebe und Hass einander unversöhnlich gegenüberstehen.
Keine Frage, der Stoff taugt zur Oper. Und wenn alles gut geht, wird die Fontane-Vertonung «Grete Minde» von Eugen Engel im kommenden Jahr erstmals überhaupt auf einer Bühne zu erleben sein, genauer: am Theater Magdeburg. Ihren Schöpfer indes kennt kaum jemand. Nicht einmal das «MGG» widmet ihm auch nur eine Zeile. Was sträflich, ja, nachgerade unverzeihlich ist. Denn wie so viele jüdische Komponisten und wie seine acht (!) Geschwister wurde auch Engel in einem Konzentrationslager der Nazis brutal ermordet; 1943 war das, in Sobibor.
Seine Talente schienen vielfältig. Als Spross einer ostpreußischen Kaufmannsfamilie trug Engel dieses Erbe in seinem ...
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Opernwelt Juli 2021
Rubrik: Magazin, Seite 59
von Jürgen Otten
alpha
04.07. – 21:45 Uhr
Klassik am Odeonsplatz 2015
11.07. – 21:45 Uhr
Klassik am Odeonsplatz 2016
18. und 25.07. – 21:45 Uhr
Klassik am Odeonsplatz 2017 (Teil 1 und 2)
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04.07. – 17:20 Uhr
Messiaen: Quatuor pour la fin du temps
S: Pierre-Laurent Aimard (Klavier), Jean-Guihen Queyras (Violoncello), Isabelle Faust (Violine), Jörg Widmann (Klarinette)
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Forschersinn
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