Wiederentdeckung des Jahres 2024

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Seit jenem Tag des Jahres 2009, an dem die Stiftung Palazzetto Bru Zane ihre Arbeit aufgenommen hat, ist Bewegung in die doch leicht verkrustete Opernwelt gekommen – vor allem, was die Zeit zwischen 1780 und 1920 betrifft. Namensimmanentes Ziel des «Centre de musique romantique française» ist es seither, die Musik eben dieser «Epoche» zu erforschen und vor allem Werke ans Tageslicht zu bringen, die bislang als verschollen galten oder in Vergessenheit geraten waren.

Dazu zählen verstärkt auch Opern von komponierenden Frauen, die es in der patriarchal dominierten Gesellschaft des Nachbarlandes schwer hatten, sich gegen die männliche Phalanx durchzusetzen – Künstlerinnen wie Augusta Holmès und Louise Bertin. Dass nun innerhalb einer Spielzeit sowohl Bertins «Fausto» (Essen) als auch Holmès «La Montagne Noire» (Dortmund) an deutschen Opernhäusern auf die Bühne gelangten, verdankt sich in erster Linie dem Bemühen des Palazzetto Bru Zane, das sich vor allem im Fall der ersten «Faust»-Vertonung überhaupt schon jetzt vollends ausgezahlt hat

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Opernwelt Jahrbuch 2024
Rubrik: Wiederentdeckung des Jahres, Seite 43
von

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