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CHAYA CZERNOWIN
Was heißt Komponieren für Stimme? Diese Frage hat Chaya Czernowin schon in ihrem ersten Bühnenwerk «Pnima» (2000) beschäftigt. Sie steht auch im Zentrum ihrer neuen Oper «Infinite now» (Uraufführung: April 2017, Vlaanderen Opera).

Ein Gespräch

ZEITGEISTOPER?
Knüpfen sie an die Tradition der «Zeitoper» des jungen Weill, Krenek oder Hindemith an? Für Geschichten, Figuren, Motive, Klänge unserer Tage jedenfalls haben sie – auf sehr unterschied­liche Weise – einen ausgeprägten Sinn: Für Ludger Vollmer, Moritz Eggert, Avner Dorman und Sarah Nemtsov ist Musiktheater kein Museum, sondern lebendige Gegenwart. Was das konkret bedeutet, lässt sich nun in Freiburg, Regensburg, Karlsruhe und Halle untersuchen, wo jeweils eine neue Arbeit zur Diskussion gestellt wird. Wie tickt der musikthea­tralische Zeitgeist? Eindrücke, Ansichten, Ausblicke

PHILIPPE JORDAN
Zwei Premieren in einer Woche an der Pariser Opéra: Mozarts «Così» (Regie: Anne Teresa De Keersmaeker) und Wagners «Lohengrin» (Inszenierung: Claus Guth). Beide Male steht der Musikchef selbst am Pult. Wir sind dabei

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Opernwelt Februar 2017
Rubrik: Service, Seite 80
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Durchlüftet, ruhiggestellt

Puschkins 1820 veröffentlichte Verserzählung vom wackeren Rittersmann, der auf der Suche nach seiner geraubten Braut allerlei Prüfungen besteht, hat einen festen Platz im russischen Literaturkanon. Bis heute ist das tragikomische, an ironischen Obertönen reiche Poem in Russland populär. Auch weil Michail Glinka den Stoff für sein zweites Bühnenopus...

Wagemutig

Charlotte und Werther verheiratet? Eltern eines ansehnlichen Sohnes? Ergraute Ruheständler, die unter dem Weihnachtsbaum Goldene Hochzeit feiern? Von Anfang an sehen wir den Helden in einem abgewetzten Sessel sitzen, in großen Zügen harte Sachen trinken und mit einem Behältnis spielen, das jene fatalen Pistolen enthält, die er sich Ende des dritten Akts von...

Klappe zu

Hollywood. Irgendwann in den 1920ern. Ein Probedreh im Studio. «Sunset Motion Pictures» heißt die Traumfabrik, die Jürgen Flimm sich von George Tsypin hat ins Schiller Theater bauen lassen. Scheinwerfer, Schminktische, Kameras, Mikros, Best Boys, Glitzergirls – alles stilecht. Auf einer Leinwand Ozeandampfer, Straßenszenen, eine Fahrt im Cabrio, Gesichter in...