Vorschau und Impressum OW 6/24
Fliegende Fische
Droben im Norden, so sagt man, reden die Menschen nicht besonders viel. Das mag stimmen. Doch im Theater ist das anders, so auch im Stadttheater Bremerhaven, in das sich die Großkritik so gut wie nie verirrt. Im Rahmen der Serie «Opernwelt auf Landpartie» statten wir dem Haus einen Besuch ab und nutzen die Gelegenheit, den neuen «Rosenkavalier» dort zu bestaunen
Freche Zunge
Auf den Mund gefallen war sie schon zu ihren aktiven Zeiten nicht. Und auch seit ihrem Abschied von der Opernbühne 2015 hat sich Elisabeth Kulman das Wort nie verbieten lassen.
Ihre Diagnose ist auch fast zehn Jahre später eindeutig. Ein Gespräch
Finnische Seele
Als sie im Juni vergangenen Jahres starb, war der Schmerz groß, vor allem bei denjenigen, die in Kaija Saariahos Musik mehr sahen als eine Klanglandschaft mit Dissonanzen. Vor allem ihre Opern haben spirituelle Tiefe. Mainz zeigt die Deutsche Erstaufführung von «Emilie». Wir sind dabei
Furiose Bilder
Ihre (Selbst-)Inszenierungen sind längst Legende. Wer aber Florentina Holzinger verdächtigt, mit der Zurschaustellung von Nacktheit die Voyeure dieser Welt zu bedienen, hat wenig verstanden von ihrer Art und Weise, Kunst zu machen und zu ...
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Opernwelt Juni 2024
Rubrik: Impressum, Seite 80
von
Der Weltuntergang hat Konjunktur auf der Opernbühne. Während György Ligetis «Le Grand Macabre» in dieser Spielzeit die Runde an den großen europäischen Häusern macht, wartet das Theater Heidelberg mit der Uraufführung einer weiteren Opern-Groteske auf – mit Ludger Vollmers musikalischer Komödie «Zusammenstoß» nach einem Libretto von Kurt Schwitters aus dem Jahr...
Donizettis Tudor-Trilogie hat Konjunktur: Die Opernhäuser in Genf und Zürich haben sie unlängst produziert, in Brüssel lief ein Pasticcio-Doppelabend sogar aus vier Donizetti-Opern, die um die erste langlebige Königin Elisabeth Englands kreisen – mit Material aus «Il castello di Kenilworth». In Zürich stand Enrique Mazzola am Pult, der nun mit «Roberto Devereux»...
Sogar Hiob hat es besser getroffen. In Stefan Hertmans historisch inspiriertem Roman «Die Fremde» gibt es für die arme Vigdis keine Erlösung, das macht auch die Opernadap -tion «The Convert (Beten – zu wem?)» von Anfang an deutlich. Die Dissonanzen sind bei Wim Henderickx immer präsent, stechend, warnend. Vor allem aber tragen sie das Gepräge des Zweifels, wenn...
