Vorschau und Impressum Opernwelt 1/26
Blutjung
Ein genialer Kopf, dem nur wenig Lebenszeit vergönnt war: der Dirigent und Komponist Peter Ronnefeld. 1965 starb er mit 30 Jahren, gerade Generalmusikdirektor in Kiel, ein Mann für kommende, große Aufgaben. Die Oper Bonn, wo er 1961 Chefdirigent wurde, macht sich nun um den vom Vergessen bedrohten Künstler verdient und setzt sein Bühnenwerk «Die Ameise» aufs Programm. Wir berichten
Hochbetagt
100 Jahre alt wird György Kurtág am 19.
Februar, ein außergewöhn -liches Ereignis, das wir mit einem Essay würdigen. Kurtág gehört zu den wichtigsten und seriösesten Figuren in der Welt der klassischen Musik, seine auf Komprimierung der kompositorischen Mittel zielen -de Kunst ist modern und fühlt sich doch den Traditionen der euro -päischen Musik verpflichtet. Mit «Fin de partie» schuf der Ungar, der vor allem für seine Kurz- und Kürzeststücke bekannt ist, eine Oper, die nach ihrer Uraufführung 2018 an der Mailänder Scala schnell zu einem Klassiker der zeitgenössischen Musik wurde
Im Feuer
Sie ist nicht nur Regisseurin, sondern auch ausgebildete Sängerin: Barbora Horáková, die aus Prag stammt und heute in der Schweiz lebt. Das Singen ist mittlerweile in den Hintergrund getreten, ...
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Opernwelt Januar 2026
Rubrik: Impressum, Seite 88
von
Der Zar taumelt aus einem pechschwarzen, mannshohen Fabergé-Ei. Die reichverzierte Schale ist aufgebrochen, im Innern befindet sich der Zarenthron. Das Zentrum der Macht erscheint so prächtig wie fragil. Allein die Präsenz, mit der Alexander Tsymbalyuk in der Titelpartie der blutigen Höhle entsteigt, wie er überhaupt mit seinem gewaltigen Bass ein grandioses...
Vom «Goldenen Hahn» zum «Alten Schlachthof» kann man die älteste deutsche Straßenbahn nehmen, die noch nach einem regulären Fahrplan verkehrt. Sie hat ihre Streckenführung unlängst bis zum Salztor verlängert. Dort wurde im ehemaligen Restaurant Goldener Hahn bis vor kurzem Theater gespielt, seit April 2025 dient der komfortabel umgebaute «Alte Schlachthof» als...
Die Natur, diese alles umfassende Metapher für Leben und Sein alles Kreatürlichen in Leoš Janáčeks drittletzter Oper, wird ausgesperrt in der Stuttgarter Inszenierung von Stephan Kimmig (Regie) und Katja Haß (Bühnenbild). Allerhöchstens als Projektion züngeln anfangs florale Videobilder – auch in ein unheimlich schwarzweißes Negativbild sich wandelnd – an einem...
