Vorschau und Impressum 12/23
Aura aus Amsterdam
Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden, später Theaterautorin. Doch spätestens nach der Begegnung mit dem großen Willy Decker am Ende ihres Studiums stand für Jetske Mijnssen fest: Es soll und muss die Regie sein. Eine goldrichtige Entscheidung, denn mit ihren unspektakulären und psychologisch feinsinnigen Arbeiten hat die niederländische Regisseurin gezeigt, wie präzise sie Partituren liest.
Höchste Zeit für ein Gespräch
Poesie aus Pesaro
Eine Italienerin in Irland? Für Rosetta Cucchi war es keine Frage, als man sie bat, ab 2020 die künstlerische Leitung der Wexford Festival Opera zu übernehmen. Auch in diesem Jahr lockt die Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft wieder mit Raritäten von Donizetti, Camille Erlanger und Marco Tutino. Die Chefin selbst inszeniert Tutinos «La Ciociara». Wir sind dabei
Glockentöne aus Göteborg
Die Musik lag in ihrer Wiege. Der Vater von Paula af Walmborg Ward war in Schweden ein namhafter Dirigent, die Mutter eine bekannte Opernsängerin. Die Tochter wählte für sich das Komponieren – und dies mit Erfolg. An der Göteborgsoperan wird nun ihr Musiktheater «Mythomania» uraufgeführt. Wir fahren hin
Mysterien aus Madrid
Hierzulande ...
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Opernwelt November 2023
Rubrik: Impressum, Seite 80
von
Salome, schönste Blume des Morgenlands? Nein, falsches Stück, falsches Genre. «Die alte Hur’ is net umzubringen», soll Robert Stolz über seinen (nach der Prinzessin benannten) «orientalischen Foxtrott» gesagt haben. In der Volksoper Wien aber steht nicht etwa irgendeine Stolz’sche «Salome»-Revue auf dem Programm, sondern Strauss’ seinerzeit skandalös-monströser...
Es ist ein interessantes Experiment, das jüngst an der Opéra de Rouen Normandie angestellt wurde. In Zusammenarbeit mit dem Palazzetto Bru Zane, dem in Venedig beheimateten Zentrum für französische Musik der Romantik, brachte das Haus nach der Urfassung von Offenbachs «La Vie Parisiènne» im Jahr 2021 nun die Ur-«Carmen» heraus. Nicht in musikalischer Hinsicht:...
Was versprechen sie sich nicht alles vom Theater, die Tragischen, die Lyrischen, die Komischen, die Hohlköpfe und die Sonderlinge in Prokofjews «Die Liebe zu den drei Orangen»? Und können sich am Ende doch auf ein Stück einigen, das nichts anderes als die Oper selbst ist. Am Tiroler Landestheater sind sie denn auch alle willkommen: die mit den antiken Masken, die...
