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Aura aus Amsterdam
Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden, später Theaterautorin. Doch spätestens nach der Begegnung mit dem großen Willy Decker am Ende ihres Studiums stand für Jetske Mijnssen fest: Es soll und muss die Regie sein. Eine goldrichtige Entscheidung, denn mit ihren unspektakulären und psychologisch feinsinnigen Arbeiten hat die niederländische Regisseurin gezeigt, wie präzise sie Partituren liest.

Höchste Zeit für ein Gespräch

Poesie aus Pesaro
Eine Italienerin in Irland? Für Rosetta Cucchi war es keine Frage, als man sie bat, ab 2020 die künstlerische Leitung der Wexford Festival Opera zu übernehmen. Auch in diesem Jahr lockt die Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft wieder mit Raritäten von Donizetti, Camille Erlanger und Marco Tutino. Die Chefin selbst inszeniert Tutinos «La Ciociara». Wir sind dabei

Glockentöne aus Göteborg
Die Musik lag in ihrer Wiege. Der Vater von Paula af Walmborg Ward war in Schweden ein namhafter Dirigent, die Mutter eine bekannte Opernsängerin. Die Tochter wählte für sich das Komponieren – und dies mit Erfolg. An der Göteborgsoperan wird nun ihr Musiktheater «Mythomania» uraufgeführt. Wir fahren hin

Mysterien aus Madrid
Hierzulande ...

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Opernwelt November 2023
Rubrik: Impressum, Seite 80
von

Weitere Beiträge
Wie ein zweites Leben

Es ist im Grunde immer wieder dieselbe Geschichte. Und sie erzählt nicht nur von einem Durchbruch, sondern auch von einem lästigen Label: Nachfolgerin der Callas, diesen Titel wurde Renata Scotto nie richtig los. Im Herbst 1957 war es, als sich in Edinburgh ein angeblicher Callas-Skandal ereignete. Dabei hatte die gastierende Scala nur fünf Aufführungen vereinbart....

Stimmenwunder

Eine Sprossenwand gibt es, ein paar Turnmatten, Ringe und einen Boxsack. Doch ins Schwitzen gerät nur die stumme Statisterie mit gut definierten Astralkörpern und knappsitzenden Trainingshosen. Die eigentlichen Protagonisten tragen gern helle Sommeranzüge. Pro forma riskiert man ein paar Übungen in der Gymnastikhalle. Das passt zum Stücktitel, der mit «L’Olimpiade»...

Kaleidoskop, farblos

Es nützt nichts, wir müssen über den Fall Kent Nagano sprechen. Der US-Amerikaner mit japanischen Wurzeln hat hauptsächlich im Europa eine respektvoll aufgenommene Karriere absolviert, deren Rang und Prominenz gemessen an der künstle -rischen Ausbeute doch einige Rätsel aufgibt. Die Premiere von Modest Mussorgskys «Boris Godunow» an der Hamburgischen Staatsoper in...