Uraufführung des Jahres
Prima la Musica? Erst kommen Klangvorstellungen: Einfälle zu Instrumentation, Melodie, Harmonik. Dann sucht Wolfgang Rihm die passenden Textpassagen dazu. So jedenfalls war es bei «Dionysos», einer «Opernphantasie», die bei den Salzburger Festspielen herauskam und nun zur «Uraufführung des Jahres» gewählt wurde. Wobei die Musik natürlich ihrerseits ohne Anstöße durch den Text undenkbar wäre. Beides wächst, wuchert und mäandert gleichzeitig. «Dionysos» ist eine Summe, denn Nietzsches Texte und gerade die «Dionysos»-Fragmente begleiten Rihm seit Jahrzehnten.
Das Stück ist aber auch ein Anfang, denn nie hat er sein Herz so offen auf den Tisch gelegt. Nie war so viel Komik in seinem musikalischen Theater.
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Opernwelt Jahrbuch 2011
Rubrik: , Seite 26
von
Das gab es noch nie. Erstmals wurde bei der jährlichen Kritikerumfrage dieser Zeitschrift ein Opernhaus des Jahres gewählt, das außerhalb des deutschen Sprachraums steht: das Théâtre Royal de la Monnaie. Die Entscheidung für Brüssel zeigt: Wichtiger als alles Marketing ist das geistige Profil eines Hauses. Solange die künstlerische Substanz dünn bleibt, nützt die...
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Mieczyslaw Weinberg war einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit. Dennoch blieb er überall heimatlos. Durch seine Musik dokumentierte er den Genozid der europäischen Juden. Aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg hatte seine Musik keine Chance. Bis sie jetzt von den Bregenzer Festspielen wiederentdeckt wurde.
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