Überschwemmt

Debussy: La damoiselle élue
Honegger: Jeanne d’ Arc au bûcher
Mozart: Betulia liberata
Frankfurt: Oper/Bockenheimer Depot

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Drei Frauen. Vieles trennt sie, die Zeit, der Ort, das Handlungsmuster. Eines aber ist verbindend. Sie alle sind auserwählt: gottgesandte, gottesnahe Gestalten. Judith, die Holofernes erschlägt, um ihr bedrohtes Volk zu retten; Jeanne d’Arc, die erst Frankreichs Truppen gegen England anführt und dann auf dem Scheiterhaufen von Rouen verglüht; schließlich die namenlose, himmlische Jungfrau. Die Oper Frankfurt ehrt sie in zwei Produktionen, deren Geist nicht unterschiedlicher sein könnte.

Àlex Ollé, Direktionsmitglied der katalanischen Künstlertruppe La Fura dels Baus, spannt im Großen Haus Honeggers dramatisches Oratorium «Jeanne d’Arc au bûcher» auf einen Text von Paul Claudel mit Debussys Poème lyrique «La damoiselle élue» nach Versen Dante Gabriel Rosettis zusammen. Letzteres fungiert als Prolog. Zartgesponnene Klangfäden deuten an, in welchen Sphären die Titelheldin lebt. Über den Wolken lehnt sie am goldenen Geländer, wehmütig zur Erde blickend, wo sie ihren (noch) lebenden Geliebten wähnt. Nur ein Begehren hat sie: Möge er zu ihr gelangen. Alfons Flores’ Bühnenbild ist dezentes Dekor, ahnungsreiches Abbild einer morganatischen Szene, die von Elizabeth Reiter (La damoiselle ...

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Opernwelt August 2017
Rubrik: Panorama, Seite 36
von Jürgen Otten

Vergriffen
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