Treffen sich zwei
Reisen bildet. Reisen erweitert den Horizont. Das Denken. Die Empfindsamkeit. Insbesondere wenn man an Orte gelangt, die erkleckliche Überraschungen bereithalten. Orte wie der Mond. Eben dahin zieht es auch Professor Barbenfoullis und sein karnevalistisch-kapriziöses Forscherteam. Nichts Geringeres haben sich die lustigen Herren zur Aufgabe gemacht, als die faszinierende Ferne fassbar zu machen. Was sie nicht wissen: Auf dem Mond herrschen andere Gesetze, andere Gebräuche; sogar die Semiotik ist eine andere.
Die Folge ist zunächst gehöriges Staunen – und dann die Erkenntnis, dass die Begegnung mit dem Fremden durchaus hilfreich für die eigene Anschauung sein kann.
Andrew Norman hat Georges Méliès’ Stummfilm «Le Voyage dans la Lune» von 1902 zur Vorlage für eine 70-minütige «Oper in zwei Akten für Menschen jedes Alters» gemacht. «Zum Mond und zurück» heißt das eklektisch-illustrative Werk, zu dem der Enddreißiger selbst das Libretto dichtete, und verhehlt zu keiner Sekunde seine Gefälligkeit. Im Grunde ist es eine kuschelklassischmoderne Filmmusik, die Simon Rattle im Rahmen des Education-Projekts «Vokalhelden» der Berliner Philharmoniker in Scharouns Zauberbau dirigiert – mit ...
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