Über allem ein zarter Schimmer
Wir stellen uns die Szene vor. Eine Soirée im Hause Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueils, mit illustren Gästen, sämtlich kunstsinnige Feingeister wie die Gastgeberin selbst, die unter ihrem Pseudonym George Sand Eingang in die Literatur- und Musikgeschichte gefunden hat. Vorneweg, wie sollte es anders sein, Frédéric Chopin, der empfindsame Pianist und ihr (zeitweiliger) Lebenspartner, an seiner Seite Franz Liszt, Löwe der Salons, der auch in seinen Klavierstücken das Intime überwinden sollte.
Ihm gegenüber Alfred de Musset, wortmächtiger Dichter, Connaisseur und ebenfalls für einige Jahre Geliebter der Schriftstellerin. Schließlich ist da auch noch jene schillernde Sängerin und Komponistin, deren Aura, glaubt man den Berichten der Zeitzeugen, enorm gewesen sein muss – Pauline Viardot. Nun sitzen sie alle dort im Salon, bei Kerzenlicht und Champagner, führen gepflegte Konversation, sinnieren über das Leben, die Kunst und den Menschen, und von Zeit zu Zeit wird dazu noch der Érard-Flügel mit Klängen bestäubt, wenn Chopin oder Liszt sich dorthin bequemen, um ihre Finger über die Tasten tanzen zu lassen.
Sonya Yoncheva hatte diese filmreife Szene vor dem inneren Auge, als sie ...
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Opernwelt April 2025
Rubrik: Medien, Seite 30
von Virginie Germstein
Frau Zaharia, Ihr Weg zur Oper scheint nicht der geradlinigste gewesen zu sein. Sie haben als Pianistin begonnen und wollten dann Musikwissenschaftlerin werden. Singen war nur die dritte Option?
Und Oper die vierte. Ich habe sechzehn Jahre Klavier gelernt und ein Lehrdiplom erworben, darf also unterrichten – hoffentlich kommt es niemals dazu (lacht) … Das...
Mach dich doch selbst kaputt, bevor es jemand anders tut!», heißt es in einem Song des Punk-Pioniers Dieter «Otze» Ehrlich. Er selbst beherzigte dieses Motto bis zum Exzess. Vor 20 Jahren starb der Bandleader von «Schleimkeim» an Herzversagen. Sein früher Tod ist der tragische Schlusspunkt einer lebenslangen Rebellion. 1964 im Erfurter Ortsteil Stotternheim...
Ach ja, die Liebe. Schwierige Angelegenheit. Wer mit ihr in Berührung kommt, begibt sich unweigerlich in große Gefahr (und kommt nicht selten darin um), wer ihr ausweicht, hat etwas Wesentliches im Leben außer Acht gelassen. Das wissen wohl auch Margarita und die Mädchen, wenn sie zu Beginn des zweiten Akts von Louise Bertins «Fausto» den Chor «Fuggite amor»...
