TV-Klassiktipps September/Oktober 2021
alpha
04.09. – 19:30 Uhr
19.09. – 21:45 Uhr
26.09. – 21:45 Uhr
03.10. – 21:45 Uhr
Bayreuth Baroque
Das Opernfestival Bayreuth
Baroque startet in seine zweite Saison – eine bemerkenswerte Leistung des Teams um den künstlerischen Leiter Max Emanuel Cencic, dem es gelungen ist, eine Neugründung in Zeiten der Pandemie erfolgreich zu etablieren.
Das spiegelt auch die Liste der Sängerinnen und Sänger wider, die in diesem Jahr ins Markgräfliche Opernhaus kommen, darunter die Sopranistin Simone Kermes und ihr Ensemble Amici Veneziani, der Countertenor Franco Fagioli und Bart Naessens – als Dirigent, Cembalist und Organist 2020 mit dem belgischen Klara Award als «Musiker des Jahres» ausgezeichnet.
arte
30.08. – 01:55 Uhr
Leonard Bernstein
Das zerrissene Genie
Kaum ein Musiker vor oder nach ihm war so vielseitig und so beliebt wie er – sei es als Dirigent, Pianist, Lehrer oder Komponist. Doch das ist nur eine Seite der Geschichte. Die Dokumentation zeigt Leonard Bernstein, wie ihn bislang kaum jemand kannte: als Zweifler, der glaubt, sich und der Welt etwas schuldig zu sein, und fast daran zerbricht. Zu hören und zu sehen sind u. a. bisher unveröffentlichte Aufnahmen.
Online verfügbar bis ...
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Opernwelt September/Oktober 2021
Rubrik: Service, Seite 92
von Andrea Kaiser
Es hat lange gedauert. Zu lange. Doch die verkrusteten Strukturen in Bayreuth verhinderten es selbst noch in jüngerer Vergangenheit, dass eine Frau in den mystischen Abgrund hinabsteigen durfte. Nun, endlich, war es soweit, Oksana Lyniv dirigierte den «Fliegenden Holländer», äußerst kritisch beäugt. Tradition ist eben immer noch ein Wort am Grünen Hügel. Katharina...
Sein Name ist etwas in Vergessenheit geraten. Was mehr als bedauerlich ist, zählte Ludwig Marcuse, dessen 50. Todestag wir in diesem Jahr begehen, zu den feinsinnigsten Beobachtern der menschlichen Spezies, als Schriftsteller, Essayist und Philosoph, als gleichermaßen spitzfindiger wie scharfzüngiger (Frei-)Geist. Insbesondere ein Buch Marcuses, der vorausschauend...
Wie oft bewährt sich die Kunst eines großen Sängers in Liedern, die schwerlich als «groß» zu bezeichnen sind – wie zum Beispiel in jenen Canzoni Napoletane, die, wie Adorno in seiner Musiksoziologie (1962) feststellte, «zwischen Kunstlied und Gassenhauer wunderlich die Mitte halten». Die Frage, ob sie im Verlauf des 20. Jahrhunderts diesen Charakter behalten...
