TV-Klassiktipps
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Normalerweise ist es umgekehrt. Sobald Komponisten sich ein Stück Literatur vornehmen, wird es durch die Musik verallgemeinert, im Tonfall gemildert, oft humanisiert. Was vom Schriftsteller als kühle Diagnose notiert ist, erscheint auf der Musikbühne als Anliegen von primär emotionaler Sprengkraft. So geschehen bei Bergs «Wozzeck», Strauss’ «Salome», Janáceks «Die...
Rossini-Opern, hat man ihre Funktionsweise erst einmal durchschaut, machen glücklich. Die großen dramatischen Konfrontationen laufen wie Schneeballschlachten ab: Die Kontrahenten schleudern sich in wachsender Erregung Koloraturen-Salven ins Gesicht. Lyrische Gefühle klettern hingegen auf langen Koloraturen-Treppen gen Himmel und wieder hinab. Dramatik setzt sich...
Schade, dass Stephan Suschke sich erst im zweiten Teil des Abends darauf besann, dass Opernregie mehr bieten sollte als ausgefeilte Dialoge und ein paar bühnenwirksame Auftritte. Heinrich Marschners romantische Oper «Der Vampyr» hatte auf den Tag genau 180 Jahre nach der Leipziger Uraufführung in Würzburg Premiere – in jener Stadt also, wo der junge Richard Wagner...
