Tschaikowsky kompakt

Thomas Kohlhase hat ein Werkverzeichnis auf neuestem Forschungsstand erarbeitet

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Erst seit etwa zwei Jahrzehnten wird Tschaikowsky von der Musikforschung wirklich ernstgenommen – nicht zuletzt dank der deutschen Tschaikowsky-Gesellschaft, von Thomas Kohlhase vor 24 Jahren mit unermüdlichem Einsatz lanciert. Wenn derselbe Kohlhase nun ein kompaktes Werkverzeichnis vorlegt, ist das eine hochwillkommene und beeindruckende Bestandsaufnahme all der Erkenntnisse, die angloamerikanische, deutschsprachige und russische Forscherinnen und Forscher in den letzten Jahrzehnten zutage gefördert haben.

Dazu gehören in diesem Buch eine Liste aller bisher nachweisbaren Tschaikowsky-Aufführungen vor 1893 sowie Register der Widmungsträger (mit kurzen biografischen Anmerkungen) und Textdichter, die sich wie ein Who’s who der sozialen Kontakte des Komponisten lesen.

Hauptteil ist eine nach Gattungen geordnete Werkliste (ohne Notenbeispiele). Sie folgt der Nummerierung des großen russischen Werkverzeichnisses von 2003 und 2006. Mit zahlreichen Verweisen erschließt sie nicht nur die Veröffentlichungen der erwähnten Gesellschaft, sondern auch die für das jeweilige Werk einschlägigen Briefe und vieles mehr. Da in öffentlichen Bibliotheken der deutschsprachigen Länder die russischen ...

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Opernwelt Juni 2017
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 31
von Anselm Gerhard

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