Tödlicher Hintergrund

Granados: Goyescas Puccini: Gianni Schicchi Regensburg / Stadttheater

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Enrique Granados ereilte der Tod auf der Heimreise von einem seiner größten Erfolge. Zu Beginn des Jahres 1916 hatte die New Yorker Met seine Oper «Goyescas» uraufgeführt, doch während der Rückreise in die spanische Heimat torpedierte ein deutsches U-Boot das britisch-französische Fährschiff «Sussex».

Der Pianist und Komponist hatte gleich mehrfaches Unglück im Glück: Wegen des Kriegsausbruchs hatte die Oper nicht wie vorgesehen schon früher in Paris uraufgeführt werden können, er hätte von New York eigentlich mit einer anderen Verbindung zurückreisen sollen, schließlich stieg er auch noch zu früh ins Rettungsboot. Er ertrank bei dem Versuch, seiner Frau das Leben zu retten. 

Das Theater Regensburg hat sich nun, fast auf den Tag einhundert Jahre nach der Uraufführung, der «Goyescas» angenommen und sie mit Giacomo Puccinis 1918 ebenfalls in New York uraufgeführtem «Gianni Schicchi» gekoppelt. Für seine einstündige Oper legte Granados einfach Texte über den weitaus bekannteren Klavierzyklus gleichen Namens, den er nach Bildern von Francisco de Goya komponiert hatte. Das Herstellungsverfahren merkt man dem Stück noch immer an: Die Figuren organisieren sich mehr in statischen Bildern, ...

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Opernwelt März 2016
Rubrik: Panorama, Seite 52
von Michael Stallknecht

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