Infos
JUBILARE
Die Sopranistin Christine Weidinger wurde 1946 in Springville, New York, geboren und studierte Gesang an der Arizona State University in Tempe, am San Fernando State College und an der Indiana University in Bloomington. 1972 debütierte sie an der Central City Opera Company als Cherubino in «Figaros Hochzeit». Im selben Jahr gewann sie einen Gesangswettbewerb der Metropolitan Opera New York, deren Ensemble sie von 1973 bis 1976 angehörte.
Ihr Europa-Debüt gab Weidinger 1976 als «Figaro»-Susanna an der Stuttgarter Staatsoper, wo sie bis 1980 im Engagement blieb. 1981 folgte ihre Verpflichtung an das Stadttheater von Bielefeld. Nach ihrer Antrittsrolle als Malvina in Marschners «Hans Heiling» sang sie dort u. a. Partien wie Violetta («La traviata»), Leonore («Il trovatore»), Amina («La sonnambula»), Rosalinde («Die Fledermaus»), Mozart-Rollen wie Konstanze und Donna Elvira, Margarethe in Gounods «Faust» sowie die Titelpartien in Donizettis «Lucia di Lammermoor» und Bellinis «Norma» (1989), einer ihrer größten Erfolge. Ihre internationale Gastspielkarriere führte sie in den Folgejahren u. a. an die Staatsopern von Hamburg, Berlin und Wien, an die Deutsche Oper Berlin, ans ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt März 2016
Rubrik: Service, Seite 62
von Marc Staudacher
Europa hat ausgedient. Die blaue Sternenflagge taugt nur mehr als Tischtuch, als Unterlage für fettige Pommes und ein Sixpack Bier. Hamlet und Ophelia sitzen, mampfen und würgen. Zu sagen haben sie sich nichts, das Angebot von früher – «Lass mich dein Herz essen, Ophelia» – interessiert nicht mehr. Die Geschichte: ein Schlachtfeld. Der Mensch: verloren in Trümmern....
Als Parabel für moralische und psychische Verwahrlosung durch Machtgier ist «Macbeth» von zeitloser Aktualität. Angesichts der dramatischen Weltlage scheint Verdis Humanismus brisanter denn je. Allerdings gibt es in dieser Oper einige steinharte Regie-Nüsse zu knacken: Was macht man mit den Hexen und ihren chorischen Weissagungen? Wie bebildert man Macbeths...
Dieses nahezu versteinerte Gesicht hat schon viel erlebt, zu viel vielleicht. Paul: bei Wolfgang Schwaninger ein reifer Mann mit Haarkranz, schlank, drahtig – und nicht mehr Herr seiner Sinne. Ihm ist das wahrscheinlich Schlimmste zugestoßen. Wie weiterleben, wenn die Geliebte gestorben ist?
Wie umgehen mit Trauer und Verlust? Diese Fragen sind es, die an Erich...
