Tiefes Nichts

Davies: Mr. Emmet Takes a Walk
FREIBURG | THEATER

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Da hat Peter Carp sicher recht. Dass Herbert Fritsch an seinem Haus inszeniert, sei auch «ein bisschen ein Nebeneffekt von Corona». Vermutlich wäre der Schauspieler, der als Theaterregisseur eine grandiose Spätkarriere hingelegt hat, in guten Zeiten an größeren Häusern beschäftigt. Andererseits ist sein Regiedebüt am Theater Freiburg überfällig; schließlich war Intendant Carp als Chef in Oberhausen Katalysator dieser Karriere. Und überdies einer der ersten, die nach dem Lockdown im Frühjahr mit einem Alternativspielplan zurückkehrten, in dessen Mittelpunkt kleine Opern stehen.

«Mr. Emmet Takes a Walk» ist eine solche. Der im Jahr 2000 uraufgeführte Einakter bedeutete eine überraschende Rückkehr von Peter Maxwell Davies ans Musiktheater – und eine umstrittene. Die Uraufführungskritiker gingen zum Teil recht harsch damit ins Gericht; Andrew Clark nannte das Stück «dramaturgisch flach» und «psychologisch impotent». Was auch 20 Jahre danach durchaus nachvollziehbar ist.

Denn «Mr. Emmet Takes a Walk» verfügt über kein wirkliches Narrativ. David Pountneys Libretto skizziert verschiedene Episoden aus dem Leben dieses Mannes, von real bis surreal. Am Ende wird er seinen Kopf auf die ...

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Opernwelt Dezember 2020
Rubrik: Panorama, Seite 37
von Alexander Dick

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