Sonne, Mond und Sterne
Das groß-runde Jubiläum streckt schon seine Fühler aus: In diesem Jahr stellte die Fondazione Arena di Verona die 99. Ausgabe des renommierten und überaus populären Opernfestivals auf die Beine, mit einem reich bestückten Angebot. Vier der fünf Opernproduktionen waren heuer Wiederaufnahmen von Inszenierungen Franco Zeffirellis. Das Programm versteht sich als Hommage an den legendären, 2019 verstorbenen Regisseur; ihn verband eine langjährige Zusammenarbeit mit dem «Haus».
An diesem Abend Mitte Juli gibt es Zeffirellis «Carmen»-Deutung; damit war das diesjährige Festival im Juni auch eröffnet worden. Schlendert man nun an dem weiten Rund der Arena entlang, in Richtung des Cancello 57, dem Eingang für Künstlerinnen, Künstler und Mitarbeitende, stapeln sich in einem umzäunten Bereich schon die Bühnenbildteile sämtlicher für eine Aufführung vorgesehenen Opern. Jeden Abend kommt ein anderes Werk, damit Arena-Fans auch bei einem kurzen Aufenthalt in Verona möglichst viel erleben können.
Im Backstage-Bereich angekommen, eröffnet sich eine Welt, die noch geschäftiger ist als das von Touristen überlaufene centro storico: Tetrisartig stapeln sich hier Requisiten, sind dort Bühnenteile ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt September/Oktober 2022
Rubrik: Magazin, Seite 84
von Katharina Stork
Sie sang die Norma, die Lucia, die Nedda, dazu Susanna, Frau Fluth, Rosina und Tosca und viele große Rollen mehr. Sie galt als die vielleicht erfolgreichste Koloratursopranistin ihrer Zeit: Irene Abendroth. Selbst Grantler Eduard Hanslick lobte ihre sängerischen Fähigkeiten. Am 14. Juli 2022 jährte sich Abendroths Geburt zum 150. Mal. Und am 1. September 2022 ist...
Plamen Kartaloff ist ein charismatischer Mann. Schlohweißes Haar – eine luxuriöse Bräune und ein gewinnendes Lächeln im Gesicht. In der Pause der Vorstellung von Wagners «Fliegendem Holländer» lädt er den angereisten Opernkritiker zu bulgarischem Weißwein und Thunfisch-Wraps. Wir schauen direkt auf den See. Ein schöner bulgarischer Mann mit Latino-Locken schenkt...
Frau Willis-Sørensen, glauben Sie an Wunder?
(lacht) O ja! Schauen Sie nach draußen, die Natur ist der beste Beweis dafür: Nach einem Winter kommt der Frühling. Und solche kleinen Wunder passieren täglich, sie helfen uns, nicht so hoffnungslos durch die Welt stolpern zu müssen.
Müssen die Wunder religiöser Natur sein, oder dürfen es auch einfach nur Wunder der...
