Schritte ins Unsichere

Dem Werk Adriana Hölszkys auf der Spur

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Adriana Hölszky zählt heute zu den innovativsten, profiliertesten Komponistinnen der Gegenwart – umso mehr, als sie sich, anders als so manche prominenten Zeitgenossen, nicht vom Projekt der Moderne verabschiedet hat. Aus Anlass ihres 60. Geburtstags sind 2013 zwei Veröffentlichungen erschienen, die Annäherungen an die gleichermaßen komplexen wie weitverzweigten Klangwelten ihrer Musik unternehmen.

Maria Kostakeva hat dabei das grundlegendere Buch geschrieben, dafür liefern die überwiegend den Musiktheaterarbeiten Hölszkys gewidmeten Aufsätze des «Musik-Konzepte»-Bandes die eindringlicheren Einzelanalysen.

Kostakevas Ausgangs- und Brennpunkt ist «die besondere Klangexpressivität» der Musik Hölszkys, die sie als «Spiegelung von Naturprozessen» interpretiert: «Die Transformationen der ursprünglichen Klangsubstanz und die damit entstehenden Turbulenzen, Explosionen und neue Formung weisen auf die gleichzeitige Anwesenheit von strukturierenden und chaotischen Prozessen in den musikalischen Strukturen.» Im auskomponierten Wechsel von Katastrophe und Ordnung, Konstruktion und Dekonstruktion, Explosion und Stille, von Brüchen und Wucherungen sieht Kostakeva den Grund für die äußerste ...

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Opernwelt Juli 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 34
von Uwe Schweikert

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