Schlaglichter
Ist es «politisch korrekt, die jüdischen Protagonisten [...] der alten Opern» heute, in einem «erneut gefährlich schwankenden Europa», wiederzuerwecken?, fragt die israelische Historikerin Fania Oz-Salzberger. Und liefert die ambivalente Antwort gleich mit: «Nein. [...] Aber wir sollten es dennoch tun.»
Oz-Salzberger setzte mit ihrem Vortrag Rahmen und Ton eines Symposiums, das anlässlich der Neuinszenierung von Halévys «La Juive» durch Peter Konwitschny an der Opera Vlaanderen in Gent und Antwerpen stattfand (siehe OW 6/2015).
Der lesenswerte Band dokumentiert Beiträge von u. a. Aviel Cahn, Ioan Holender und Neil Shicoff (Sakralliturgie und Operngesang), Hilde Haider (über Judenrollen), Susanne Vill (Mementos der Shoah) und Chaya Czernowin (Kunst als Einspruch gegen den Holocaust).
ISOLDE SCHMID-REITER/AVIEL CAHN (HG.): JUDAISM IN OPERA – JUDENTUM IN DER OPER
Schriften der Europäischen Musiktheater-Akademie, Band 11
Con Brio Verlagsgesellschaft, Regensburg 2017. 368 Seiten; 34 Euro
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