Scherz, Ironie und tiefere Bedeutung

Katharina Wagner inszeniert an der Deutschen Oper Berlin Puccinis «Trittico»

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Puccini muss erst einmal warten. Denn um ihn ging es bei der Premiere des «Trittico» an der Deutschen Oper Berlin zunächst gar nicht. Im Vordergrund stand das gesellschaftliche Ereignis: So viel Prominenz aus Politik und Kultur findet sich in der Oper nur selten ein. Sogar der Bundespräsident hatte sich die Ehre gegeben. Es ging nicht zuletzt um die Frage, ob die sieben­und­zwanzigjäh­rige Wagner-Urenkelin Katharina geeignet sei, in absehbarer Zeit die Nachfolge ihres Vaters Wolfgang in der Bayreuther Fest­spiel­leitung zu übernehmen.

Seit sie dafür im Gespräch ist, werden in den Feuilletons die Messer gewetzt, und so mancher Kollege dürfte an diesem Abend seine Kritik schon fertig in die Vorstellung gebracht haben. Bekanntlich stellt Puccinis dreiteiliger Schwanen­gesang der italienischen Oper an einen Regisseur so hohe handwerk­liche und intellektuelle Anforderungen, dass sich Dilettantismus dabei sofort entlarvt. Davon kann bei Katharina Wagners Berliner Arbeit – es war ihre vierte In­sze­nierung – aber keine Rede sein. Ihre Auseinandersetzung mit den drei Stü­­cken war gründlich und kompetent und führte zu diskussionswürdigen Lösungen.
Zunächst einmal stellte sie die seit der ...

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Opernwelt März 2006
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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