Ravel: L'Enfant et les sortilèges; Knussen: Where the Wild Things Are
Nach Siegfried Matthus’ «Die unendliche Geschichte» in der Spielzeit 2003/2004 setzt das Theater Hagen nun seine Anvancen an die Jugend erfolgreich fort: Die neue Saison begann mit den beiden thematisch eng verwandten Einaktern «L’Enfant et les sortilèges» von Ravel und Oliver Knussens «Wo die wilden Kerle wohnen». Die Regie lag in den Händen Ricardo Fernandos und seines Ausstatters Olaf Zombeck, die für beide Werke jeweils stimmige Lösungen gefunden haben. Bei Ravel dominiert das Leichte, Filigrane.
Die Rechnung, dem singenden Personal tanzende Doppelgänger zur Seite zu stellen und diese mit leicht identifizierbaren Drahtgestellen zu schmücken, geht auf. So werden auch die nicht gesungenen Revue-Zwischenspiele kurzweilig überbrückt. Manchmal verharrt das Konzept allerdings ein wenig im Braven, dafür gefällt der konsequente Verzicht auf die Versuchungen des Kitsches.
Oliver Knussens «Wilde Kerle», uraufgeführt 1984 in London, sind erstmals auf einer nordrhein-westfälischen Bühne zu erleben. Mit simplen Tricks aus der Requisitenkiste entsteht ein eindringliches und, im Gegensatz zu Ravel, pralleres Bühnenbild. Clou des Abends sind aber die Kostüme der Wilden Kerle. Fünf riesige, ...
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