Punktlandung an der Opera Holland Park

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Opera Holland Park ist unter anderem deshalb so beliebt, weil hier al fresco-Freuden ohne Roben, endlose Dinner-Pausen und das ganze Brimborium zu haben sind. Das Festival hat sich außerdem mit Verismo-Raritäten wie Wolf-Ferraris «I gioelli della Madonna», Mascagnis «L’amico Fritz» und Montemezzis «L’amore dei tre» einen Namen gemacht. Schon letztes Jahr gab es allerdings auch etwas von Britten – «The Turn of the Screw» –, und mit Jonathan Doves Flughafenkomödie «Flight» (1998) ging man jetzt noch einen Schritt weiter in Richtung zeitgenössischer Oper.

Die Produktion wurde in London ein Riesenerfolg – dank Stephen Barlows detailfreudiger Inszenierung und Andrew Rileys schicker Bühne, vor allem aber dank einer sensationellen Ensembleleistung sängerseits.

Ein Sturm hält eine Zufallsgemeinschaft im Flughafen fest, macht aus der Wartehalle einen Ort nächtlicher Verwandlungen und versteckter Wahrheiten. Eine Hochschwangere (Victoria Simmonds), eine einsame ältere Frau (Lucy Schaufer), ein zickiges Ehepaar (Jeffrey Lloyd-Roberts, Ellie Laugharne) und zwei schwer verknallte Flugbegleiter (Kitty Whately, George von Bergen) öffnen sich einander. Immer in der Nähe: eine Sicherheitsbeamtin ...

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Opernwelt August 2015
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Anna Picard

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