Prinzip Hoffnung

Humperdinck: Königskinder am Theater Münster

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Wohl kein Komponist der neueren Musikgeschichte wird so ausschließlich mit einem einzigen Werk identifiziert wie Engelbert Humperdinck mit seiner Märchenoper «Hänsel und Gretel». Selbst die 1910 an der New Yorker Met uraufgeführten «Königskinder», damals ein weltweiter Sensationserfolg, führen heute ein Schattendasein. Das Stück leidet unter dem pseudopoetischen Märchenverschnitt seines Librettos, das Romantik, Gesellschaftsgroteske und Symbolismus unter einen Hut zwingt, mehr noch allerdings unter dem musikalischen Leerlauf der eklektischen Wagner-Nachfolge.

Hellastadt sucht einen neuen König. Die Hexe vom Hellawald prophezeit, es werde derjenige sein, der am nächsten Tag als Erster durchs Stadttor tritt. Doch der junge Königssohn hat unerkannt bereits als Schweinehirt Unterschlupf gefunden. Als zur Mittagsglocke die Gänsemagd mit der Krone erscheint, werden beide von den Bürgern verhöhnt und gnadenlos aus der Stadt gejagt. Am Ende verhungern und erfrieren sie in der winterlich kalten, mutwillig von den Städtern zerstörten Natur. Dieter Richter hat die Stationen der Handlung im Theater Münster in drei atmosphärisch dichten, eindrucksvoll gebauten Räumen auf die Bühne gestellt und ...

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Opernwelt Dezember 2024
Rubrik: Panorama, Seite 38
von Uwe Schweikert

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