Personalien, Meldungen Dezember 2021
JUBILARE
Eric Halfvarson debütierte 1973 als Basilio in Rossinis «Il barbiere di Siviglia» im Rahmen der Lake George Opera Tour (der heutigen Opera Saratoga). Von da aus führte ihn sein Weg zunächst ans – von ihm mitbegründete – Opernstudio der Houston Grand Opera, auf deren Bühne der Bass bereits in kleineren Partien auf sich aufmerksam machte. In den 1980er-Jahren wurde er zu einem gefragten Gast an zahlreichen amerikanischen Opernhäusern, begeisterte das Publikum u. a. in San Francisco, Miami, Cincinnati, Santa Fé und Washington.
1986 wirkte er in St. Louis in der amerikanischen Erstaufführung der wiederentdeckten Rossini-Oper «Il viaggio a Reims» mit, 1988 in Dallas in der Uraufführung der Oper «The Aspern Papers» von Dominick Argento. An der New Yorker Metropolitan Opera war der aus Illinois stammende Sänger erstmals 1993 zu erleben. Parallel dazu nahm seine Karriere auch in Europa rasch Fahrt auf, Engagements führten ihn u. a. an die Staatsopern von München, Berlin und Wien, ans Londoner Royal Opera House, an die Opéra national de Paris, ans Teatro La Fenice in Venedig und das Gran Teatre del Liceu in Barcelona sowie zu den Festspielen von Bayreuth, Salzburg und Edinburgh. ...
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Opernwelt Dezember 2021
Rubrik: Service, Seite 62
von Andrea Kaiser
Ruggero Leoncavallos «Pagliacci» – hierzulande besser bekannt als «Der Bajazzo» – ist im Grunde ein Stück Meta-Verismo, nein: fast schon zitatreiche Postmoderne (nur mit Authentizitätsfeeling). Da sich der Verismo um 1900 per se anschickte, glaubhaftere Stoffe von der Straße zu erzählen, darf der unförmige Tonio im «Pagliacci»-Prolog sogleich herrlich pathetisch...
Der Plan war stimmig: Pünktlich zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens wollte Glyndebourne im vergangenen Jahr eine Neuinszenierung von dessen einziger Oper «Fidelio» herausbringen – in der Regie von Frederic Wake-Walker, dirigiert von Festivaldirektor Robin Ticciati. Doch daraus wurde aus hinlänglich bekannten Gründen nichts. Nun, ein Jahr später, bildete die...
Zahlreiche Uraufführungen und Theaterskandale hat das Théâtre des Champs-Élysées im teuersten Quartier von Paris einst gesehen, so etwa Strawinskys «Sacre»-Ballett mit Vaslav Nijinsky. Heute ist das Theater ein Spielort des internationalen Konzertbetriebs und exquisiter Opernprodukionen, häufig aus dem Segment der historischen Aufführungspraxis.
Claude Debussys...
