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PERSONALIEN | MELDUNGEN
JUBILARE
Am 10. Juli feiert die Sopranistin Helen Donath ihren 85. Geburtstag. Die US-Amerikanerin absolvierte eine Gesangsausbildung in ihrer Heimat Texas und in New York, 1961 wurde sie Mitglied des Opernstudios der Oper Köln und trat als Wellgunde auf in Wagners «Rheingold» unter Wolfgang Sawallisch und in der Regie von Wieland Wagner. Die Staatsoper Hannover, wo sie von 1963 bis 1968 engagiert war, wurde zum Sprungbrett für eine Karriere, die sie an die großen Opernhäuser der Welt führte.
1991 debütierte Donath an der New Yorker Met als Marzelline in Beethovens «Fidelio». An der Oper Washington gab sie 1995 ihr Rollendebüt als Marschallin im «Rosenkavalier». Zu den Salzburger Festspielen, wo ihr 1967 mit der Pamina in der «Zauberflöte» der internationale Durchbruch gelang, kehrte die Sängerin 2004 als Despina in «Così fan tutte» zurück. Zu ihrer umfangreichen Diskographie gehört eine als Referenzaufnahme geltende Einspielung von Brittens Oper «The Turn of the Screw» unter der Leitung von Sir Colin Davis aus dem Jahr 1981. Sie singt hier die Rolle der Gouvernante. Als Mrs Grose in demselben Bühnenwerk trat sie 2015 noch einmal an der Oper Köln auf. Wir ...
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Opernwelt Juli 2025
Rubrik: Daten, Seite 65
von Clemens Haustein und Irene Naujoks
Der Mann war ein Unhold. Ihm mit Kunst zu «begegnen», darf als Wagnis gelten – welches aber, obschon auf verschiedenste Weise, gelingen kann. Bei den Filmfestspielen in Cannes kam Mitte Mai ein Film heraus, der vom «Verschwinden des Josef Mengele» erzählt – zunächst von dessen Flucht nach Südamerika, dem geheimen Besuch der BRD, von seiner Hochzeit in Argentinien,...
Iside, schöne, stolze Tochter des Flussgottes Inachos und verlobt mit dem ägyptischen König Osiris, ist, man kann es nicht anders sagen, sauer. Ach, was: Enragiert und fuchsteufelswild ist sie. Also schleudert sie ihre erklecklichen thymotischen Energien heraus wie eine Furie – so furios, dass wohl selbst Jupiter, oberster olympischer Casanova, lieber das Weite...
Das Jahr 2024 war für den Dirigenten François-Xavier Roth kein gutes. Sein bis 2025 laufender Vertrag als Kapellmeister des Gürzenich-Orchesters wurde vorzeitig beendet, das von ihm gegründete Originalklangorchester Les Siècles trennte sich von ihm. Roth hatte unaufgefordert Text- und Bildnachrichten mit sexuellem Inhalt an Musikerinnen und Musiker verschickt. Roth...
