Personalien, Meldungen 12/24
JUBILARE
Beat Furrer wuchs in Schaffhausen auf und erlernte zunächst an der Musikschule Klavier. Im Jahr 1975 ging er mit Anfang 20 nach Wien, um dort Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati und Dirigieren bei Otmar Suitner zu studieren. 1985 gründete er das Klangforum Wien, das er bis 1992 leitete und dem er seitdem als Dirigent verbunden ist. Im Auftrag der Wiener Staatsoper schrieb er 1989 seine erste Oper «Die Blinden», seine zweite Oper «Narcissus» wurde 1994 an der Oper Graz uraufgeführt.
1996 war er «Composer in residence» bei den Musikfestwochen Luzern. 2001 wurde das Musiktheater «Begehren» in Graz uraufgeführt, 2003 die Oper «Invocation» in Zürich und 2005 das vielfach ausgezeichnete und gespielte Hörtheater «FAMA» in Donaueschingen. Seit Herbst 1991 ist Furrer ordentlicher Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Ende der 1990er-Jahre gründete er gemeinsam mit Ernst Kovacic «impuls», eine internationale Ensemble- und Komponistenakademie für zeitgenössische Musik in Graz. Eine Gastprofessur für Komposition nahm er 2006 bis 2009 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt wahr. 2004 erhielt er den Musikpreis ...
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Opernwelt Dezember 2024
Rubrik: Daten, Seite 56
von
In Shakespeares Stücken steckt viel Musik, metaphorisch wie szenisch. Seine Sprache spielt oft auf Musik an. «Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, / spielt weiter! Gebt mir volles Maß! dass so / Die übersatte Lust erkrank und sterbe. – Die Weise noch einmal!», heißt es zu Beginn von «Was ihr wollt». Aber welche Weise da eigentlich von den Musikanten des Herzogs...
Die Geschichte kommt uns irgendwie bekannt vor: hier ein starker, unbeugsamer, bedingungslos liebender Mann mit einem Schwert, das ihn aber vor der Unbill der Welt nicht gänzlich zu schützen vermag; dort eine starke, unbeugsame, liebende Frau, die ebenjenes Schwert, nachdem es mutwillig zerbrochen wurde und der Auserwählte von einer Horde wilder Gesellen (es sind...
Eurydike backt eine Sahnetorte. Doch weder die süße Kalorienbombe noch ihr schicker Morgenmantel oder ihre schickgestylte Wohnküche können sie über die Langeweile ihrer bürgerlichen Ehe mit Orpheus hinwegtrösten. Entnervt folgt die junge Frau ihrem neuen Lover Pluto in die Unterwelt – der Weg dahin führt praktischerweise direkt durch den Kühlschrank. Auch auf dem...
