Passt schon
Altkaseralm, Stoana-Alm, Asten-Alm, beschaulich klingt das und sieht auch so aus. Gegen die berühmteste Wiese der Geschichte kommen Erls erhöhte Grünflächen freilich nicht an: Rütli – schon bei Erwähnung des Areals am Vierwaldstättersee türmt sich Schweizer Geschichte vor dem inneren Auge auf. Und dennoch: Gioachino Rossinis «Wilhelm Tell», hier in der Zweitvariante als «Guglielmo Tell» gespielt, passt ins untere Inntal zwischen Kufstein und Rosenheim. Nicht nur in die Bergkulisse, die man während der beiden Pausen ausgiebig bestaunen darf, sondern auch akustisch.
Das Erler Festspielhaus, diese futuristische Flunder neben dem Passionsspielhaus, bietet der Partitur genug Raum – auch weil Gustav Kuhn mit dem Tiroler Festspielorchester nicht Effekte melkt, sondern mit locker ausgespieltem Handwerk an einem geschmeidigen, farben- und mixturenreichen Klangbild interessiert ist.
Mit Rossinis Musiktheatervermächtnis haben sich die Erler auf für sie recht entlegenes Terrain gewagt. Wie fast jedes Jahr wird Wagners «Ring» im akustisch hervorragenden Passionsspielhaus aufgeführt. Besonders als Kassenknüller ist das wichtig, der Stammpublikum lockt und anderes querfinanziert, der Vorverkauf ...
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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Magazin, Seite 89
von Markus Thiel
Als es ans Sterben geht, wird es feucht. Nicht nur in den Augen mancher Zuhörer, sondern auch am Himmel. Doch der Wettergott hat ein Einsehen, es tröpfelt nur ein wenig. Keiner der 2000 zahlenden Besucher und der 20 000 erwünschten Zaungäste muss weichen, ehe Violetta Valery ihr Leben ausgehaucht hat. Niemand möchte missen, was Marina Rebeka zu singen hat....
Seit 1945 spielt hier allsommerlich die Musik. Auf einem prachtvollen Landsitz, etwa 80 Kilometer nördlich von New York City. Damals luden die Eigentümer des Anwesens, der aus Berlin emigrierte Walter Rosen und seine Frau Lucy Bigelow (die übrigens einen Narren am Theremin gefressen hatte), erstmals zum Festival. Ein Musikzimmer und ein Hof in spanischer Anmutung...
Stört es Sie, dass viele Politisches zu Israel von Ihnen hören wollen?
Das war anfangs so und für mich sehr schwer. Ich mag vieles an diesem wunderbaren Land, aber ich habe auch mit vielen Dingen Probleme. Ich fühle mich als Teil der Opposition. Aber so kann man eigentlich nur in Israel selbst auftreten, nicht außerhalb. Also spreche ich lieber über soziale Projekte...
