Ohne Verfallsdatum
Das diskografische Erbe des Tenors Peter Anders, der sich mehr als ein halbes Jahrhundert nach seinem Tode noch ungebrochener Popularität erfreut, ist beeindruckend: Rund fünfhundert Aufnahmen, die Rundfunkproduktionen mitgerechnet, sind erhalten, ein großer Teil davon wurde auf CD recycelt. Neues zu entdecken gibt es bei diesem Sänger also kaum, aber das Wiederhören des Bekannten bestätigt immer wieder die Frische seiner Interpretationen, die einige stilistische Paradigmenwechsel überdauert haben.
Mit fünfundzwanzig Jahren erhielt Anders bei Telefunken seinen ersten Plattenvertrag, nach dem Kriege arbeitete er erst für Electrola, dann für Deutsche Grammophon, dazwischen war er in großem Umfang für den Reichsrundfunk tätig. Berlin Classics hat den 100. Geburtstag des Tenors am 1. Juli zum Anlass genommen, einige bereits früher als CD veröffentlichte Aufnahmen dieser «mittleren» Periode in digitaler Überarbeitung in einer Dreier-Box zusammenzufassen. Sie vermitteln ein facettenreiches und durchaus nicht einheitliches Bild seiner stimmlichen Möglichkeiten und seiner Gestaltungskunst.
Im Mittelpunkt der Kollektion steht das deutsche Kunstlied, wobei eine ganze CD Franz Schubert ...
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