Ohne &, please!
Sie wollen ihn ganz alleine, ohne den notorisch davorgeklemmten Namen seines Librettisten William Schwenck Gilbert: Die Mitglieder der 2009 gegründeten Deutschen Sullivan-Gesellschaft sind davon überzeugt, dass es sich lohnt, Sir Arthur nicht nur als Teil eines der berühmtesten Duos der Operngeschichte zu betrachten, sondern als umfassend kompetenten Komponisten, der auch zu allen anderen Musikgattungen Bedeutendes beigetragen hat.
Im dritten Band der «SullivanPerspektiven» (Oldib-Verlag, Essen) werden in 17 deutsch- wie englischsprachigen Aufsätzen mit enormer musikwissenschaftlicher Akribie auch sämtliche Nebenlinien im Œuvre Sullivans analysiert, von der Kammermusik über die Part-Songs für A-Cappella-Chor bis zu den großen Oratorien. In der Tat hat der 1842 geborene Komponist durch seine weltlichen wie geistlichen Werke die Spätphase der legendären englischen Chorfestival-Tradition entscheidend geprägt. Seiner eleganten Orchestermusik wiederum ist deutlich anzuhören, dass er sich den letzten handwerklichen Schliff an Mendelssohns Leipziger Konservatorium holen konnte.
Und doch hat sich Arthur Sullivan seinen Platz in der Musikgeschichte in erster Linie als Meister der Bühne ...
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