Öffnet die Türen!
Who cares about opera? Who cares about the arts? Who cares about music that is not in the charts? Wer interessiert sich für Oper? Für Kunst im Allgemeinen? Und für Musik, die eben nicht in den gängigen Charts auftaucht? Das sind Fragen, denen man sich ausgesetzt sieht, wenn man als 26-Jähriger nicht rappt, sondern ausgerechnet Opern komponiert. Und wie ich sie liebe, die Oper! «Who Cares?» wird sie heißen, das zweite Bühnenwerk, das ich im Rahmen meiner Residency am Theater Dortmund komponieren darf. Am 22.
Juni 2025 feiert sie Premiere, Regie führt Mirjam Schmuck, eine Expertin für partizipatives Musiktheater. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Ruth Katharina Peeck, dramaturgisch federführend ist Dany Handschuh.
Es wird eine «Bürger*innen-Oper» – doch was heißt das eigentlich? Es bedeutet: Wir machen Oper. Und jeder kann mitmachen! Dahinter verbirgt sich eine entflammte Utopie, die seit der Intendanz von Heribert Germeshausen mit der Gründung von «We DO Opera! – Die Dortmunder Bürger*innenOper» Realität geworden ist. Auf der Bühne stehen keine ausgebildeten Sängerinnen und Sänger, sondern 100 opernverrückte Menschen aus Dortmund. Und im Graben sitzen nicht die ...
ZUKUNFTSMUSIK
Das «unmögliche Kunstwerk» Oper lebt, allen Unkenrufen zum Trotz. Als Beleg mögen abseits der Pflege des kanonischen Repertoires auch und vor allem jene Stücke dienen, die sich mit der Tradition der Gattung auseinandersetzen, dabei aber neue Wege beschreiten. Um solche Werke des Musiktheaters soll es in dieser Rubrik gehen: um Uraufführungen, in denen neue Narrative kreiert werden und die Form selbst auf dem Prüfstand steht, zugleich aber auch jene Rezeption befragt wird, die sich mit der Wiederholung überlieferter Deutungsmuster begnügt. Zu Wort kommen Komponistinnen und Komponisten, Dramaturginnen und Dramaturgen sowie Dirigentinnen und Dirigenten.
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Opernwelt Juni 2025
Rubrik: Magazin, Seite 87
von Marc Vogler
Nach ihrer CD mit Liedern von Louis Beydts (siehe OPERN-WELT 6/2024) sind der Tenor Cyrille Dubois und sein Klavierpartner Tristan Raës erneut im «Jardin de la mé-lodie», im französischen Liedgarten, wie die beiden im Booklet schreiben, fündig geworden: mit sämtlichen 31 Mélodies des am Vorabend des Ersten Weltkrieg an Tuberkulose verstorbenen Gabriel Dupont...
Zur Signatur des Ende dieser Spielzeit scheidenden Dramaturgen-Intendanten Peter de Caluwe gehören die Pasticcios, lässig alle Werkgrenzen überschreitenden Mash Ups, die gängiges Repertoire als Material verstehen, das auf dem Weg der Dekonstruktion neu ausgeleuchtet wird. Mit einer «Trilogia Mozart Da Ponte» begann es vor fünf Jahren, es folgten der...
ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten P = Premiere UA = Uraufführung
DEUTSCHLAND
Aachen
Theater Aachen
www.theateraachen.de - Montsalvatge, Der gestiefelte Kater: 1., 11., 18.
- Verdi, Ernani: 7. (P), 15., 21., 25., 29. ML: Ward, I+B+K: Brunnlechner, David, Köhler, C: Klomp, S: Ha, Sӕmundsson, Solodyagin,...
