O Melville!
Ein Ruf lockt auf dem Umschlag des originellen Werkstattprotokolls: «O Melville!» (Müry Salzmann Verlag, 2016). Und zwischen den Buchdeckeln erlebt man Olga Neuwirth 2011/12 in New York, wie sie sich an ihrer Oper «The Outcast» abarbeitet. Olga im Overall alltäglich als Selfie («Everyday Olga»); dazu das adäquate Foto ihres Schreibtischs («Quiet at the desk») und die Stechkarten, mit denen sie sich das Zaumzeug rigoros kontrollierter Arbeitszeit anlegt. Ferner Olga mit Herman-Melville-Maske an diversen Orten des Big Apple – ihre «Femmage» an den zu Lebzeiten verkannten Autor.
Ob die (Selbst-)Ironie, die man in diesen Fotoserien zu spüren glaubt, auch so gemeint ist? Dazu griffige Texte, darunter «Das Fallen. Die Falle» von Elfriede Jelinek. «Wenn gute Reden sie begleiten, dann fließt die Arbeit munter fort», hatte einst Friedrich Schiller in Zusammenhang mit seiner «Glocke» behauptet.
Schiller hatte besondere Beziehungen zu Mannheim, Olga Neuwirth eher nicht mehr. 2012 verweigerte sie der Uraufführungsinszenierung von «The Outcast», einer Auftragskomposition fürs dortige Nationaltheater, vehement die Zustimmung, weil ihre Wünsche vom Produktionsteam ignoriert worden seien. Von ...
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Opernwelt Januar 2019
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Gerhard Persché
Die Mezzosopranistin Jelena Obraszowa, die im Januar 2015 in einem Leipziger Krankenhaus verstarb, war nicht nur eine der großen Primadonnen ihrer Zeit, sondern auch ein russisches Nationalheiligtum. Mehr als ein halbes Jahrhundert stand sie auf der Bühne, zuletzt in Charakterpartien wie der «Pique Dame»-Gräfin und der Babulenka in Prokofjews «Der Spieler».
Alexe...
alpha
13.01. – 20.15 Uhr
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Die geheimnisvolle Atmosphäre der Verbotenen Stadt in Peking bietet...
Das Experiment war einmalig. So zumindest empfand es der Dichter Hugo von Hofmannsthal nach einem äußerst spannungsreichen Entstehungsprozess, der beinahe zu einem Zerwürfnis zwischen ihm und dem Komponisten Richard Strauss geführt hätte. Am Ende aber stand ein überaus komplexes Meisterwerk – «Ariadne auf Naxos». David Hermann hat es nun in Dresden (nach einem...
