Nostalgische Melange

Pigor: Drei Männer im Schnee
München | Staatstheater am Gärtnerplatz

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Das hat sich Eduard Tobler, Besitzer der Berliner Tobler-Werke, fein ausgedacht: einmal inkognito als armer Mann in den Winterurlaub zu reisen, um herauszufinden, ob er im Grandhotel dann ebenso gut behandelt wird wie die Millionäre, zu denen er eigentlich gehört. Nur dass ihm zum einen seine Tochter dazwischenfunkt, die dem Hoteldirektor vorab verrät, dass da gar kein armer «Schulze» kommt, zum anderen ein tatsächlich armer Gast, mit dem er verwechselt wird und dem nun alle Annehmlichkeiten eines Millionärs zuteilwerden, während Schulze alias Tobler Schnee schippen darf.

Keine Frage: Erich Kästners Roman «Drei Männer im Schnee», erschienen 1935 in Zürich, ist der geborene Operettenstoff. Weshalb schon im «Dritten Reich», wo Kästner offiziell Publikationsverbot hatte, ein erfolgreiches Lustspiel daraus wurde und weltweit noch einige erfolgreiche Verfilmungen. Das Münchner Gärtnerplatztheater hat aus dem Stoff nun eine ebenso erfolgreiche Revueoperette im Stil der 1930er-Jahre gemacht, wenn man den stehenden Ovationen bei der Uraufführung glauben darf.

Das deutlich die Handschrift des Gärtnerplatz-Intendanten Josef E. Köpplinger tragende Erfolgsrezept ist dabei klar, sobald der ...

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Opernwelt März 2019
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Michael Stallknecht

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