Nostalgie, nein danke!
Herr Kosky, Sie werden an der Komischen Oper künftig viel Operette präsentieren. Das klingt nach Nostalgie mit hippem Anstrich...
Ich werde weder nostalgische Gefühle bedienen noch den Geist des guten, alten Metropol-Theaters in neuen Outfits beschwören. Ich will vielmehr an eine vertriebene, weitgehend verdrängte und fast vergessene Tradition erinnern, die zur Geschichte Berlins und auch zur Geschichte des Hauses in der Behrenstraße gehört.
Da schwirren ja viel mehr Theatergeister herum, als die meisten ahnen – eben nicht nur Walter Felsenstein, sondern auch eine Fritzi Massary, ein Richard Tauber oder ein Oszkár Dénes...
... Stars der Berliner Operetten- und Revuekultur in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren. Also doch ein bisschen Nostalgie?
Nein. Der verklärende Blick zurück ist nicht mein Ding. Aber ich habe den Eindruck, dass in dieser Zeit die von der sogenannten leichten Muse geküssten Künstler so produktiv und vital waren wie ein Strauss, Schönberg oder Hindemith. Viele Operetten, die damals geschrieben und mit riesigem Erfolg aufgeführt wurden, sind für mich Meisterwerke. Weil in ihnen alles steckt, was großes Musiktheater braucht: Witz und Ernst, Humor und Tiefe, ...
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Eine eher lakonische Mitteilung fand sich im Januar auf der Homepage des Theaters an der Wien: «Aufgrund von nicht überbrückbaren Auffassungsunterschieden über die künstlerische Gestaltung und Umsetzung des Programms ab 2015 haben die Bregenzer Festspiele und Intendant Roland Geyer die Zusammenarbeit einvernehmlich gelöst.»
Dem Vernehmen nach hatte Geyer vor,...
ARTE
1.3. – 6.00 Uhr
Rolando Villazón präsentiert Stars von morgen.
Junge Sinfonie Berlin, Patrick Lange. Mit Chen Reiss, Benyamin Nuss, Teresa Zimmermann und Maximilian Hornung.
2./8.3. – 6.00 Uhr
Rolando Villazón präsentiert Stars von morgen.
Junge Sinfonie Berlin, Patrick Lange. Mit Nino Machaidze, Eva-Nina Kozmus, Vilde Frang und dem Orlowsky Trio.
4.3. – 18.30 Uhr
9./...
Am allerfremdesten bei Bellinis für uns heute so fremder Musik ist ihr Umgang mit der Zeit. Die Zeit spielt klingend nämlich überhaupt keine Rolle. Zumindest die dramatische Zeit, also diejenige, die den Ablauf der Handlung bestimmt. Wenn sich die Ereignisse auf der Bühne zuspitzen, spitzt die Musik überhaupt nichts mit. Sie ergeht sich in elegischem Stillstand....
