Nie sollst du mich vergessen!

Das Wagner-Festival Sofia arbeitet mit «Lohengrin» weiter an der Popularität des Meisters

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In Bulgarien wird traditionell viel Musik von Giuseppe Verdi und von Giacomo Puccini gespielt, das deutsche Opernrepertoire hingegen ist nicht so stark vertreten. Umso erstaunlicher, dass das Opernhaus in Sofia nun schon zum sechsten Mal ein Wagner-Festival ausrichtet, das seinen Ausgang im Jahr 2010 mit einer Produktion des «Rheingold» nahm. Die drei restlichen «Ring»-Opern folgten, genauso wie «Tristan und Isolde» und «Parsifal», jeweils als landesweite Erstaufführungen.

Inzwischen zieht das jährlich im Frühsommer ausgerichtete Wagner-Festival Sofia auch ein internationales Publikum an; einzelne Produktionen wurden zu Gastspielen eingeladen, etwa ins mazedonische Skopje oder ins Festspielhaus nach Füssen in Oberbayern. Es gehört zur DNA dieses Festivals, die Aufführungen fast ausschließlich mit bulgarischen Sängern zu gestalten; so kommt es zu vielen Rollendebüts. Zweifach, teilweise sogar dreifach sind alle Partien besetzt. Warum? Yulia Krasteva, die Assistentin von Regisseur und Intendant Plamen Kartaloff, erklärt entwaffnend: «Wir haben 44 Sängerinnen und Sänger im Ensemble, wir wollen möglichst vielen von ihnen die Chance zur persönlichen Weiterentwicklung geben.»

In diesem ...

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Opernwelt August 2024
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Stephan Knies

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