Neues Gewand für Smetanas Meisterstück

Jirí Belohlávek hat Die Verkaufte Braut in der Originalsprache aufgenommen – zum ersten Mal nach mehr als 30 Jahren

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Die Verkaufte Braut ist ein diskografischer Problemfall. Die frühen Aufnahmen, etwa unter Thomas Beecham 1939 oder Karel Ancerl 1947, sind gekürzt. Ein Großteil späterer Einspielungen ist in deutscher Sprache, darunter die Lesart Otmar Suitners von 1962 und die sängerisch immer noch betörende Produktion unter Rudolf Kempe mit Fritz Wunderlich und Pilar Lorengar, ebenfalls von 1962. Schließlich gibt es Sonderfälle wie die englischsprachige Einspielung von 2004 mit Charles Mackerras.

Nach Zdenek Koslers Aufnahme für Supraphon 1981 hat nun Jirí Belohlávek für Harmonia Mundi erstmals wieder eine Version in der Originalsprache vorgelegt.

Bereits für den Komponisten war es ein schwieriges Unterfangen, die tschechische Sprache adäquat auf die Opernbühne zu bringen. Der Sprachrhythmus mit seiner starken Betonung auf der ersten Silbe ist musikalisch nur schwer durchzuhalten. Außerdem musste Smetana das Tschechische nach­träglich lernen – seine Muttersprache war Deutsch.

Die verkaufte Braut ist kein bloß gefällig-unterhaltsames Werk, keine als Oper getarnte Operette. Die Solistenrollen sind durchaus dankbar komponiert, aber reich an versteckten Tücken. Die Partitur hält zudem Schwierigkeiten ...

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Opernwelt Januar 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 24
von Christoph Vratz

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