Nähmaschinenmusik

Geminiano Giacomellis «Cesare in Egitto» enttäuscht fast auf ganzer Linie

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Dem Namen des heute vergessenen italienischen Barockkomponisten Geminiano Giacomelli ist der interessierte Hörer erstmals 2009 auf Cecilia Bartolis CD «Sacrificium» begegnet.

Damals sang Bartoli die Arie des Epitide «Sposa, non mi conosci» aus Giacomellis «Merope» – Musik mit Suchtcharakter, die daran erinnert, dass aus derselben Oper auch die Arie «Quell’usignolo» stammt, die wohl kaum zufällig zu jenen vier Stücken gehörte, die der berühmte Kastrat Farinelli zehn Jahre allnächtlich dem bettlägerigen, an einer schweren Gemütskrankheit leidenden spanischen König Philipp V. vorsang. Seither hatte man den Wunsch, einmal eine der 20 Opern des in Parma und Piacenza als Hofkomponist und Kathedralkapellmeister wirkenden Giacomelli zu hören. Erfüllt wird dieser Wunsch jetzt mit seiner bekanntesten Oper «Cesare in Egitto», einem Werk, das immerhin auch diesseits der Alpen aufgeführt wurde (1737 in Graz). Allerdings entpuppt sich das Los als Niete.

In fast allen Erwähnungen Giacomellis wird der englische Musikhistoriograph Charles Burney zitiert: «Er war ein Komponist von großer Empfindsamkeit, und in vielen seiner Arien findet sich ein Maß an Ausdruck, wie es in Werken anderer Komponisten ...

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Opernwelt November 2025
Rubrik: Medien, Seite 32
von Uwe Schweikert

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