Mezzo und Sopran

Aleksandra Kurzak folgt der legendären Cornélie Falcon – und muss den Vergleich nicht fürchten

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Cooles Cover: Gnadenlos frontal fixiert Aleksandra Kurzak (sie muss es wohl sein, Vergleiche mit weniger stark bearbeiteten Photos im Booklet des Albums lösen gleichwohl Zweifel aus) den Betrachter, die Augen hinter einer insektenaugengroßen Sonnenbrille verborgen. Lange Ohrgehänge hört man beim Betrachten schon klimpern, die Haare verschwinden unter einem streng drapierten Tuch. Von Kraft und Eleganz erzählt dieses Bild, von Selbstbewusstsein – und vom Chic der 1960er- und 1970er-Jahre, als sich die Schönen und Reichen an der Côte d’Azur trafen.

Was hat das mit Cornélie Falcon zu tun, der Aleksandra Kurzak diese Aufnahme gewidmet hat? Die Epoche, die hier zitiert wird, jedenfalls nicht: Falcon lebte von 1814 bis 1897, kaum sieben Jahre reichten ihr aus, um als Sängerin Legendenstatus zu erreichen. Sieben Jahre allerdings auch, in denen sie die Reserven ihrer Stimme gnadenlos aufbrauchte. Mitten in einer Aufführung brach ihr die Stimme, die Versuche sie wieder herzustellen waren zahlreich, letztlich aber erfolglos. Falcon zog sich von der Bühne zurück und starb von den Zeigenossen nahezu vergessen. Ein eigenes Stimmfach wurde nach ihr benannt: der «falcon soprano», eine Stimme, ...

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Opernwelt Februar 2025
Rubrik: Medien, Seite 25
von Clemens Haustein

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