Irgendwo dazwischen
Kaum ein populäres Repertoire-Stück trägt schwerer an Aufführungstraditionen und konkreten Ambiente-Vorstellungen als Strauss’ «Rosenkavalier». Was auch daran liegt, dass der Komponist und sein kongenialer Librettist Hugo von Hofmannsthal das Geschehen in einer künstlichen Theaterzeit lokalisierten und Rituale erfanden, die es so weder im Wien des Rokoko noch im München der Gründerzeit gab.
Vom Tiroler Landestheater in Innsbruck darf man vermuten, dass es eine ganz besondere Beziehung zu Strauss’ «Komödie für Musik» hat, schließlich wirkte dort mit Brigitte Fassbaender von 1999 bis 2012 der prägende Octavian des 20. Jahrhunderts als Intendantin, sie hat dort 2001 selbst den «Rosenkavalier» inszeniert. Nach ihrer Ära brachte der große Charaktertenor Heinz Zednik vor zehn Jahren das Werk in einer (dem Vernehmen nach) höchst klassischen Ästhetik auf die Innsbrucker Bühne.
Man muss diese Vorgeschichte erzählen, um zu verstehen, wie schwierig es für eine junge Regisseurin sein muss, sich zur Vergangenheit zu verhalten. Noch einmal klassisch, oder besser gegen den Strich gebürstet und sanft dekonstruiert? Jasmina Hadžiahmetović hat sich für ein pragmatisches Dazwischen entschieden. ...
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Opernwelt Februar 2025
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Regine Müller
arte
02.02. – 02.20 Uhr
Lisa Batiashvili und Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
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Zu Hilfe, Regnault – Flaubert, steh mir bei! Zu Hilfe Ihr alle, die Ihr Euch verrückt machen lasst von jener rätselhaft lasziven Pubertierenden voller unbewusster Grausamkeit, die sich Salomé nennt – von jener Blume des Bösen, rätselhaft und verführerisch zugleich. Kommt und erklärt mir, wie Salomé zu Maria-Magdalena werden konnte!» So beginnt Camille Saint-Saëns...
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