Mahnzeichen

Bernard Foccroulles letzte Saison in Aix-en-Provence: Mozarts «Così fan tutte», Händels «Il trionfo del Tempo e del Disinganno», Debussys «Pelléas et Mélisande» und eine Uraufführung – «Kalila wa Dimna» von Moneim Adwan

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Auf dem Cours Mirabeau und den anderen platanenumsäumten Boulevards flaniert sich’s wie immer, aber an Brennpunkten des ­öffentlichen Lebens wird die Veränderung doch merklich. Die liberté aus der Wunschparole der großen Revolution wird von der sécurité angefressen, und wo, bitte schön, ist die fraternité geblieben? Egalité wird an den Festspieleingängen praktiziert, die keiner undurchleuchtet passiert – das Publikum nimmt’s mit einer südländisch inspirierten Mischung aus Gelassenheit und Geschäftsmäßigkeit.

Auch beim allge­meinen Outfit herrscht kein durchweg feierliches Gehabe. Die Herren zeigen auch bei Indoor-Premieren die volle Palette vom schwarzen Anzug bis zu Shorts und Buschhemd; die Damen erscheinen keinen Strich stärker eingeschränkt.

Bernard Foccroulle präsentiert in Aix-en-Provence seine letzte Sommerspielzeit. Pierre Audi, der ewige Opernchef in Amsterdam, steht schon in der Kulisse, um im Herbst das Amt des direc­teur général anzutreten und den nächsten Jahrgang weiter vorzubereiten. Foccroulle übernahm von seinem Vorgänger Stéphane Lissner das Konzept der Koproduktionen, wodurch offenbar eine Entlastung des Budgets gewährleistet ist. Ein besonders nachhaltiger ...

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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Im Focus, Seite 18
von Hans-Klaus Jungheinrich

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