Kühler Glanz, neue Glut

Die jüngsten Recitals von Elina Garanca und Rolando Villazón

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Auf ihrem neuem Arienalbum mit dem Allerweltstitel Romantique verbindet Elina Garanca einige Hauptstücke des französischen Mezzo­sopran-Repertoires wie Saint-Saëns’ Dalila-Arie «Mon cœur s’ouvre à ta voix» und Donizettis «Ô mon Fernand» aus La Favorite mit seltener zu hörenden Preziosen wie dem Schlussgesang der Sapho aus Gounods gleichnamiger Oper, der großen Szene der eifersüchtigen Königin Margared aus Lalos Le Roi d’Ys, aber auch Johannas Abschied von ihrer Heimat aus Tschaikowskys Oper über die Jungfrau von Orléans und Romeos «Ah! se tu dormi, svegliati» aus Nicola

Vaccais Giulietta e Romeo, einem Stück, das im 19. Jahrhundert oft anstelle des originalen Finales in Bellinis I Capuleti e i Montecchi gesungen wurde.

Elina Garancas Stimme hat sich deutlich entwickelt: Sie ist etwas dunkler geworden und hat an klanglicher Fülle gewonnen, ohne ihre Flexibilität zu verlieren. Die Spitzentöne leuchten, die Tiefe ist klanglich ideal eingebunden, die Mittellage klingt in jeder Region ausgeglichen; lediglich bei einigen geschlossenen Vokalen scheint die Stimme leicht zu verrutschen. Bei allem Wohlklang und trotz der souveränen gesangstechnischen Bewältigung der zahlreichen Klippen, die ...

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Opernwelt Januar 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 16
von Thomas Seedorf

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