Jugendlicher Debussy, verführerischer Strauss
«In jedem Gedicht findet er den für ihn entscheidenden Dreh- und Angelpunkt, entwickelt einen zutiefst originellen Gedanken, und schon ist der (manchmal durchaus banale) poetische Gehalt pointiert, überhöht und in die Stratosphäre katapultiert.
» Treffende Worte des Liedbegleiters Eric Schneider im CD-Begleitheft, der Christiane Oelze in diesem Querschnitt durch das reiche Liedschaffen von Strauss mit prachtvoll farbenreichem Klavierspiel unterstützt, wobei er sogar das Kunststück schafft, in den «Vier letzten Liedern», die die Auswahl beschließen, das Fehlen der Orchesterpalette beinahe vergessen zu machen. Die beiden Interpreten harmonieren aufs Schönste, somit stellt sich beim Anhören dieser CD schnell jenes ominöse Strauss-Feeling ein, das einen auch bei seinen Bühnenwerken überkommt – man kann sich dem Sog seiner Musik nicht entziehen. Christiane Oelze hat die richtige Stimme dazu: groß im Ausdruck, strahlend und nie hart in der Höhe, souverän in der Gestaltung sowohl der weit ausschwingenden Melodiebögen als auch der einschmeichelnden Kleinfigurationen. Manche Lieder hätten vielleicht noch etwas mehr von jenen intimen Farbabstufungen ertragen, wie sie der lyrischen Gattung des ...
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Opernwelt August 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 33
von Max Nyffeler
Terence Blanchards Opernerstling «Champion», im Juni von der Kompanie des Opera Theatre of Saint Louis uraufgeführt, ist ein musikalisch wie thematisch gleichermaßen ambitioniertes Werk. Gemeinsam mit dem Dramatiker und Filmemacher Michael Cristofer erzählt der berühmte Jazz-Trompeter, der als Komponist bis dato vor allem mit Film- und Theatermusiken in Erscheinung...
Frau Kurzak, eine Rolle wie Donizettis Regimentstochter macht Ihnen an Unverschämtheit und Witz derzeit kaum jemand nach. Selbst Natalie Dessay wirkte kühler, Edita Gruberova hatte etwas Automatenhaftes, und Joan Sutherland gab mehr das Zirkuspferd. An wem haben Sie sich orientiert?
Allenfalls an Mariella Devia. Sie gehört zu meinen Vorbildern. Wenn gelacht wird,...
Ob er denn schon von seinen Malkünsten erzählt habe? Und dass er, wenn er in seine Heimatstadt Odessa zurückkehre, immer in der Kirche singe? Mama ist besorgt, ob auch alles gesagt wird, Papa hält sich zurück. Beide sind gewissermaßen Beisitzer bei diesem Interview. Den Sohn haben sie ein paar Tage zuvor auf der Bühne des Münchner Nationaltheaters erlebt – und sind...
