It’s Summertime!

Großbritannien pflegt seine Garten-Festivals: Die Garsington Opera präsentiert Donizettis «L’elisir d’amore», Tschaikowskys «Pique Dame» sowie Händels «Rodelinda», Grange punktet mit Rameaus «Les Indes galantes», und in Glyndebourne verzückt Mozarts «Le nozze di Figaro» das Publikum

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GARSINGTON FESTIVAL L’elisir d’amore, Pique Dame, Rodelinda
Manche betrachten es als liebenswerte Marotte, andere halten den Brauch, sich am Nachmittag für den Besuch der beinahe wie Pilze aus dem Boden schießenden Landhausopern der britischen Sommersaison in Schale zu werfen, für einen absurden Anachronismus – noch dazu, wenn man für das Picknick in der langen Pause auf dem Gras sitzen muss.

Im Bestreben, das elitäre Image abzustreifen, versichern Glyndebourne, die Mutter des Phänomens, und einige Epigonen den Zuschauern, dass der Smoking keineswegs obligatorisch sei. Jeder könne sich nach seiner Fasson kleiden. Die Garsington Opera indes gehört zu denen, die Abendgarderobe (Smoking, langes Kleid oder eine passende Alternative) empfehlen, um die stimmungsvolle Atmosphäre bei einem Besuch des Festspiels in der Hügel-Landschaft zwischen London und Oxford zu steigern. Diesmal aber wird das Publikum bei den Aufführungen von Donizettis «L’elisir d’amore» animiert, in elegant-buntem Aufzug zu erscheinen, inklusive Farbtupfer auf einem Einstecktuch oder farbenreichem Kleid. Die leichtfüßige Mischung aus Komödie und Melodrama eignet sich, zumal in dieser flotten Interpretation, perfekt ...

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Opernwelt August 2025
Rubrik: Im Focus, Seite 28
von Götz Thieme

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